Olympische Spiele: Finaltag der Vielseitigkeit! Lea Siegl auf dem grandiosen 15. Rang...

Olympische Spiele 2020 Tokio (JPN) | Vielseitigkeit

Olympische Spiele: Finaltag der Vielseitigkeit! Lea Siegl auf dem grandiosen 15. Rang + Bilder

Vielseitigkeit – Der Finaltag der Vielseitigkeit bei den Olympischen Spielen in Tokio bot Spannung bis zum Schluss! Team-Gold geht an Großbritannien, Einzel-Gold holt mit Doppel-Null im Springen Julia Krajewski (GER). Österreichs Lea Siegl platzierte sich am Ende mit drei Abwürfen in den beiden Springen auf dem sensationellen 15. Rang. Was für ein grandioser Abschluss für die jüngste Starterin in diesem Teilnehmerfeld und für Österreich!

Lea Siegl (AUT/OÖ) fuhr auf Fighting Line mit Rang 15 in Tokio das beste österreichische Vielseitigkeits-Ergebnis aller Zeiten bei olympischen Spielen ein. ©️ Arnd Bronkhorst
Lea Siegl (AUT/OÖ) fuhr auf Fighting Line mit Rang 15 in Tokio das beste österreichische Vielseitigkeits-Ergebnis aller Zeiten bei olympischen Spielen ein. ©️ Arnd Bronkhorst

Lea Siegl (OÖ) holte heute mit Rang 15 das beste österreichische Ergebnis aller Zeiten in einer olympischen Vielseitigkeit. Und das mit unglaublichen 22 Jahren, in einem Sport, bei dem Erfahrung mit das wichtigste ist.

Bundesreferent Thomas Tesch ist überwältigt: „Es ist das beste Ergebnis ever! Meine Anstrengungen seit 2016, wo mich alle belächelt haben, fallen jetzt langsam von mir ab. Herzlichen Dank auch an Angelika Sparer vom OEPS, ohne der wir die ganze Administration nicht hinbekommen hätten.“

Lea Siegl (AUT/OÖ) fuhr auf Fighting Line mit Rang 15 in Tokio das beste österreichische Vielseitigkeits-Ergebnis aller Zeiten bei olympischen Spielen ein. ©️ Arnd Bronkhorst
Lea Siegl (AUT/OÖ) fuhr auf Fighting Line mit Rang 15 in Tokio das beste österreichische Vielseitigkeits-Ergebnis aller Zeiten bei olympischen Spielen ein. ©️ Arnd Bronkhorst

Aber von Anfang an:
Das Springen am heutigen Finaltag wirbelte das Klassement der Vielseitigkeit noch einmal ordentlich durcheinander. Der Parcours war anspruchsvoll und verlangte von den Pferd-Reiter-Paaren am Ende des Bewerbs noch einmal viel Konzentration und Kraft.

Die Team-Entscheidung fiel nach dem ersten Springen, das gleichzeitig als Qualifikation für die Einzel-Entscheidung der besten 25 Teilnehmer diente. Gold ging mit insgesamt zwei Abwürfen an das britische Trio (Oliver Townend, Laura Collett, Tokm McEwen) vor Frankreich (Christopher Six, Nicolas Touzaint, Karim Florent Laghouag) und Australien (Andrew Hoy, Shane Rose, Kevin McNab)!

Andrew Andrew Hoy (AUS) - 62 Jahre jung, achtfacher Olympiateilnehmer. In Tokio bei den Olympischen Spielen kommen für ihn und Vassily de Lassos zwei weitere Medaillen in Bronze zu seiner Sammlung! ©️ Arnd BronkhorstHoy (AUS) - 62 Jahre jung, achtfacher Olympiateilnehmer. In Tokio bei den Olympsichen Spielen kommen zwei weitere Medaillen in Bronze zu seiner Sammlung! ©️ Arnd Bronkhorst
Andrew Hoy (AUS) – 62 Jahre jung, achtfacher Olympiateilnehmer. In Tokio bei den Olympischen Spielen kommen für ihn und Vassily de Lassos zwei weitere Medaillen in Bronze zu seiner Sammlung! ©️ Arnd Bronkhorst

Das einzig österreichische Paar, Lea Siegl und Fighting Line, galoppierte frisch über den ersten Parcours und hatte nur einen Fehler an der Kombi zu verbuchen, die nach der Trippelbarre positioniert, doch herausfordernd zu springen war. Hier stand jedoch bereits fest: das muss der Einzug ins Finale sein!

Einzel-Entscheidung
Im zweiten Springen um Einzel-Gold, waren viele Pferde schon etwas müde und die Spannung raus. Nicht so Julia Krajewskis (GER) „Mandy“! Die Deutsche lag mit ihrer elfjährigen Selle Francais-Stute Amande de B’Neville nach dem Gelände auf Rang drei, durch Fehler in beiden Springparcours von Oliver Townend (GBR) und Laura Collett (GBR) konnte sie mit zwei frischen Nullrunden das heiß ersehnte Gold für Deutschland holen. Damit ist sie außerdem die erste Frau, die im Vielseitigkeitsport Gold holt.

Einzel-Gold der Vielseitigkeit bei den Olympischen Spielen in Tokio geht als erste Frau an Julia Krajewski (GER) und Amande de B'Neville! ©️ Arnd Bronkhorst
Einzel-Gold der Vielseitigkeit bei den Olympischen Spielen in Tokio geht als erste Frau an Julia Krajewski (GER) und Amande de B’Neville! ©️ Arnd Bronkhorst

Ebenfalls fehlerfrei in beiden Runden blieb der Team-Weltmeister von 2018, Tom McEwen (GBR), auf dem 14-jährigen Diamant de Semilly-Sohn Toledo de Kerser, der sich dadurch Silber erritt. Bronze ging an den legendären Andrew Hoy (AUS), der mit seinen 62 Jahren (!) bereits das achte Mal an Olympischen Spielen teilnahm und wieder zwei Medaillen heimbringt.

Das Vielseitigkeit-Einzel-Silber bei den Olympischen Spielen in Tokio sicherte sich Tom McEwen (GBR) auf seinem Toledo de Kerser. ©️ Arnd Bronkhorst
Das Vielseitigkeit-Einzel-Silber bei den Olympischen Spielen in Tokio sicherte sich Tom McEwen (GBR) auf seinem Toledo de Kerser. ©️ Arnd Bronkhorst

Für Michael Jung (GER) ist das Ergebnis aus dem Springen doppelt bitter. Er verbuchte mit Chipmunk FRH nur einen Abwurf und wäre – wenn im Gelände nicht das Sicherheitssystem ausgelöst hätte – mit 25,1 Punkten Olympiasieger geworden.

Für Michael Jung (GER) und Chimpunk FRH hätte es Gold bei den Olympischen Spiele in Tokio sein können, hätte nicht das Sicherheitssystem im Gelände ausgelöst. ©️ Arnd Bronkhorst
Für Michael Jung (GER) und Chimpunk FRH hätte es Gold bei den Olympischen Spielen in Tokio sein können, hätte nicht das Sicherheitssystem im Gelände ausgelöst. ©️ Arnd Bronkhorst

Lea Siegl (OÖ) und Fighty hatten im zweiten Parcours zwei Abwürfe. Insgesamt kamen also 12 Fehlerpunkte vom dritten Bewerb heute zum Geländeergebnis hinzu. Das ergab gesamt 47 Punkte und den sensationellen 15. Platz beim ersten Senioren-Championat der sympathischen Oberösterreicherin.

Wir gratulieren ganz herzlich, liebe Lea, dir und deinem ganzen Team, mit dieser schönen Bilderreihe von Arnd Bronkhorst:

Was für ein emotionaler Erfolg für die erst 22-jährige Oberösterreicherin: mit Fighting Line ritt sie bei den Olympischen Spielen in Tokio zu Rang 15 in der Einzelwertung und tritt damit in die Fusstapfen ihres Vaters Harald Siegl, der 2005 in Athen am Start war. ©️ Arnd Bronkhorst
Was für ein emotionaler Erfolg für die erst 22-jährige Oberösterreicherin: mit Fighting Line ritt sie bei den Olympischen Spielen in Tokio zu Rang 15 in der Einzelwertung und tritt damit in die Fusstapfen ihres Vaters Harald Siegl, der 2005 in Athen am Start war. ©️ Arnd Bronkhorst
Top-Leistung von der 22-jährigen Oberösterreicherin Lea Siegl (AUT/OÖ) auf ihrem Fighting Line! Sie beenden die olympische Vielseitigkeit in Tokio mit 47 Punkten auf Rang 15. ©️ Arnd Bronkhorst
Top-Leistung von der 22-jährigen Oberösterreicherin Lea Siegl (AUT/OÖ) auf ihrem Fighting Line! Sie beenden die olympische Vielseitigkeit in Tokio mit 47 Punkten auf Rang 15. ©️ Arnd Bronkhorst
Zwei Abwürfe im finalen Springen der Vielseitigkeit bei den Olympischen Spielen in Tokio bescherten Lea Siegl (AUT/OÖ) und Fighting Line Rang 15 in der Einzelentscheidung. ©️ Arnd Bronkhorst
Zwei Abwürfe im finalen Springen der Vielseitigkeit bei den Olympischen Spielen in Tokio bescherten Lea Siegl (AUT/OÖ) und Fighting Line Rang 15 in der Einzelentscheidung. ©️ Arnd Bronkhorst
Das leere Stadion in Tokio bei den Olympischen Spielen wird Lea Siegl (AUT/OÖ) und Fighting Line sicherlich gut in Erinnerung bleiben! ©️ Arnd Bronkhorst
Das zwar wunderschöne, aber wegen COVID-19 leider leere Stadion in Tokio bei den Olympischen Spielen wird Lea Siegl (AUT/OÖ) und Fighting Line sicherlich gut in Erinnerung bleiben! ©️ Arnd Bronkhorst
Der 14-jährige Ostermond xx-Sohn Fighting Line gab im Springparcours sein bestes: insgesamt drei Abwürfe verbuchte er unter seiner Reiterin lea Siegl (AUT/OÖ) bei den Olympischen Spielen - Rang 15! ©️ Arnd Bronkhorst
Der 14-jährige Ostermond xx-Sohn Fighting Line gab im Springparcours sein bestes: insgesamt drei Abwürfe verbuchte er unter seiner Reiterin Lea Siegl (AUT/OÖ) bei den Olympischen Spielen – Rang 15! ©️ Arnd Bronkhorst
Herzliche Gratulation von der ganzen EQWO.net-Redaktion liebe Lea, lieber Fighty, es war uns eine Freude Euch beim Fliegen in Tokio zuzusehen! ©️ Arnd Bronkhorst
Herzliche Gratulation von der ganzen EQWO.net-Redaktion liebe Lea, lieber Fighty, es war uns eine Freude Euch beim Fliegen in Tokio zuzusehen und journalistisch zu begleiten! ©️ Arnd Bronkhorst

++ ERGEBNISSE ++

VIELSEITIGKEIT Einzel
GOLD Julia Krajewksi (GER) – Amande de B’Neville – 26 P.
SILBER Tom McEwen (GBR) – Toledo de Kerser – 29,3 P.
BRONZE Andrew Hoy (AUS) – Vassily de Lassos – 29,6 P.
4. Kazuma Tomoto (JPN) – Vinci de la Vigne JRA –  31,9 P.
5. Oliver Townend (GBR) – Ballaghmor Class – 32,40 P.
6. Nicolas Touzaint (FRA) – Absolut Gold – 33,90 P.
7. Christopher Six (FRA) – Totem de Brecey – 35,20 P.
8. Michael Jung (GER) – Chimpunk FRH – 36,10 P.
9. Laura Collett (GBR) – London – 37,80 P.
10. Shane Rose (AUS) – Virgil – 39,70 P.
15. Lea Siegl (AUT/OÖ) – Fighting Line – 39 P.
>> Ergebnislink 

VIELSEITIGKEIT Team
GOLD
GROSSBRITANNIEN (Tom McEwen, Laura Collett, Oliver Townend) – 99,5 Punkte
SILBER
FRANKREICH (Christopher Six, Nicolas Touzaint, Karim Florent Laghouag) – 114,3 Punkte
BRONZE
AUSTRALIEN (Andrew Hoy, Shane Rose, Kevin McNab) – 116,2 Punkte
>> Ergebnislink

Weiterführende Links:
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