Breaking News – Herpes auch in Doha angekommen?

Pferdesport-News

Breaking News – Herpes auch in Doha angekommen?

Pferdekrankheiten – Gestern noch hatten wir Kontakt nach Doha, denn eines war dem aufmerksamen Beobachter wohl klar: auch dort kann ein Ausbruch des Herpes-Virus drohen, da einige Pferde von Valencia aus Richtung Doha angereist sind. Zwar vor dem Bekanntwerden des grassierenden Virus, doch das bedeutet nicht, dass die Pferde nicht bereits Träger desselben waren. Nun herrscht auch in den vereinigten Arabischen Emiraten Sorge, dass sich der besonders aggressive Herpes-Virus EHV-1 ausbreitet.

Max Kühner (AUT/T) und Elektric Blue P kassieren in den beiden Grunddurchgänge des Großen Preises jeweils einen Fehler und platzieren sich auf Rang 16. © Mario Grassia/CHI Al Shaqab 2021
Auch Max Kühner (AUT/T) (im Bild auf Elektric Blue P) befindet sich aktuell in Doha und wartet auf das zweite Herpes-Testergebnis seiner Pferde. Das erste war bereits negativ. © Mario Grassia/CHI Al Shaqab 2021
In Doha soll aktuell endlich wieder eine Longines Global Champions Tour Etappe stattfinden, zu der sich die weltbesten Reiter und ihre Pferde eingefunden haben – darunter auch der Österreicher Max Kühner (T). „Unsere Pferde sind nun alle getestet und Gottseidank negativ“, meldet sich Österreichs Paradespringreiter Max Kühner heute. Er befindet sich ebenfalls bereits die zweite Woche in Doha und wartet nun auf die zweiten Testergebnisse. „Wenn alle Pferde negativ sind, wird das Turnier wohl stattfinden“, meint der Tiroler zum aktuellen Stand.
 
Pferdesport-Lockdown mit Bubbles in Europa
Für Europa hat der Weltverband FEI am Montagabend (01.03.2021) in zehn Ländern eine Turniersperre ausgegeben, die bis einschließlich 28. März 2021 aufrecht bleibt. Doch um zu verhindern, dass nun hunderte Pferde laufende Turniere in Südeuropa verlassen, dürfen die Veranstaltungen in Vilamoura (Portugal), Vejer de la Frontera (Spanien) sowie San Giovanni und Gorla Minore (Italien) in sogenannten »Bubbles« weiterlaufen, solange es keine EHV-1-Fälle gibt. Neue Pferde dürfen aber nicht anreisen, und ohne Genehmigung darf kein Tier den Turnierplatz verlassen.
 
Eine Riesen-Katastrophe
Nach Angaben der FEI sind in Valencia bis einschließlich Montag vier Pferde gestorben, 84 zeigten klinische Symptome, weitere elf wurden extern in Kliniken behandelt. An dem Turnier, das über mehrere Wochen ging, nahmen insgesamt 752 Pferde teil. Bereits am 21. Februar hatte der Veranstalter das Turnier wegen der Seuche abgebrochen. Valencia gleicht aktuell mehr einem Pferdelazarett und viele Länder helfen mit: Aus Frankreich kommen aufblasbare Matten zum Stützen der kranken Pferde. Diese werden benötigt, da Pferde mit schweren EHV-1-Verläufen die Balance verlieren und oft nicht mehr aufstehen können. Für den Kreislauf und die Organe der Pferde ist es wichtig, dass sie ins Stehen kommen um keine weiteren schwerwiegenden Folgen zu riskieren. Schlingen und Netze aus der Schweiz helfen ebenfalls die Pferde aufrecht zu halten und dabei zu stabilisieren.
 
Hier geht es zu den Meldungen zum Ausbruch des Herpes-Virus:
 

Mehr Infos der FEI gibt es hier: inside.fei.org

Dieser Text wurde von EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net verfasst. Das Kopieren des Text- und Bildmaterials ist nicht gestattet.