Nach Aachen ist vor Aachen!
Springreiten – Nach dem TSCHIO Aachen ist vor der Weltmeisterschaft Aachen. Denn schon in weniger als drei Monaten findet das Highlight der Saison 2026 statt! Katharina Rhomberg und Max Kühner erzählten im EQWO.net-Gespräch warum die Generalprobe wichtig war und wie sich ihre Medaillen-Kandidaten angefühlt haben.
Von 22. bis 24. Mai fand auf dem Gelände des CHIO Aachen ein vorgezogenes Ersatzturnier mit dem Namen „TSCHIO Aachen“ statt. Da das traditionelle Weltfest des Pferdesports, mit Springen, Dressur, Fahren und Vielseitigkeit aufgrund der Weltmeisterschaft im August nicht stattfinden wird, man den legendären ROLEX Grand Prix aber dennoch austragen wollte. Zwei österreichische Teamreiter haben Startplätze ergattert!
Katharina Rhomberg hat eine neues Lieblingsturnier
Katharina Rhomberg (V) brachte ihre beiden Top-Pferde in die Aachener Soers: Olympia-Pferd Colestus Cambridge und EM-Bronzemedaillengewinner Cuma. Beide sind wie gemacht für Championate und speziell große (Rasen-)Plätze. Der elfjährige Westfale „Colli“ bestritt auf dem heiligen Rasen drei Prüfungen und blieb in vier Runden dreimal fehlerfrei. Im Preis des Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. platzierte er sich über 160 cm sogar auf Rang vier. Für die 32-jährige Vorarlbergerin eine unglaubliche Erfahrung:
„Aachen war abnormal, ich glaube ich habe ein neues Lieblingsturnier! Die Atmosphäre wenn die Tribünen voll sind ist unbeschreiblich. Für mich war es sehr wichtig, dass ich einmal vor der Weltmeisterschaft dort reiten konnte, weil ich so mit einem ganz anderen Gefühl auf die Weltmeisterschaft fahren kann. Auch dass bereits die besten der Besten vor Ort waren und die Parcours schon schwer gebaut waren. Meine Pferde haben sich sehr wohlgefühlt, vorallem Colestus, der ist am Platz gefühlt 10 cm größer geworden.“
Boxennachbar Cuma durfte beim ROLEX Grand Prix antreten. Das endete leider neben dem großen Naturteich, der auf dem großen Rasenplatz von Aachen angelegt ist:
„Cuma hat sich eigentlich auch richtig gut angefühlt, hat sich aber am Sonntag dann leider vor dem Teich erschrocken. Aber das kennt er einfach nicht, das ist einmalig auf diesem Platz. Das werden wir jetzt nochmal üben, dann wird das im August kein Thema mehr sein. Ich freue mich jetzt richtig auf die Weltmeisterschaft!“, zeigte sich Kathi Rhomberg motiviert.
Max Kühner: „Blue ist aktuell bei 60-70 %“
Max Kühner (T) stellte beim TSCHIO sein erfahrenes Championatspferd Elektric Blue vor, dem große Rasenplätze eigentlich immer liegen. Nach zwei Abwürfen in Runde eins war für die WM-Siebten aus Herning 2022 im ROLEX Grand Prix aber leider Schluss:
„Es war sicher gut, die Gegebenheit in Aachen einmal zu sehen, auch mit dem Dressurviereck und die neue Linienführung. Grundsätzlich mag Elektric Blue Aachen, er fühlt sich mit der beeindruckenden Atmosphäre und dem Publikum sehr wohl. Nach der längeren Pause im Frühjahr läuft er aber aktuell erst auf 60-70 %, und jetzt gilt es daran zu arbeiten ihn in Höchstform zu bekommen.“, erzählt Max Kühner im EQWO.net-Gespräch.
Angelika May über eine verpatzte Generalprobe
Equipe-Chefin Angelika May, die von der neuen OEPS-Führung den Titel „Elite Sport Manager“ erhalten hat, hatte im Vorfeld auch auf einen Startplatz für Bianca Babanitz (B) und eine Wildcard für Felix Koller (OÖ) gehofft, leider war dies nicht möglich:
„Wir haben echt alles versucht mehr Startplätze zu erhalten, aber sind froh, dass Kathi und Max reiten konnten. So war es für die beiden zumindest eine Generalprobe! Und wie sagt man so schön: Eine verpatzte Generalprobe sorgt für eine gelungene Premiere.“
Als nächstes geht es für das Team Austria von 4. bis 7. Juni 2026 zum Nationenpreis nach St. Gallen. Für Österreich sind Kathi Rhomberg, Max Kühner, Bianca Babanitz, Felix Koller und Wolfgang Ötschmeier am Start.
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