Felicita Simoncic macht WM-Sensation komplett!
Dressur – 70,076 % im Grand Prix Special der Weltmeisterschaft in Aachen: Für die 21-jährige Felicita Simoncic (W) und ihren Four Legends KS ist dieser Fiebertraum wahr geworden. Aktuell steuert sie auf eine Platzierung als zumindest 26. zu.
Felicita Simoncic (W) und Four Legends KS „Fipsi“ eröffneten als erstes Starterpaar den Grand Prix Special der Weltmeisterschaft in Aachen. Trotz der geänderten Startzeit auf 8:30 Uhr, war es schon relativ warm im Stadion. Feli wurde von ihrer Trainerin Caroline Kottas-Heldenberg bis zum Einritt begleitet, dann betrat sie zum zweiten Mal den heiligen Rasen. Erst im Schritt, dann im Trab. Fipsi wirkte unbeeindruckt, seine Reiterin testete kurz eine Passage an, dann ertönte die Glocke.
Starker Start mit 74 %
Die ersten Lektionen, starker Trab, Passage, Übergänge gelangen einwandfrei – das liegt dem 16-jährigem Hengst von Wynton x Ferro. Das Paar begann bei einem Livescore von 74 %. Die Traversalen waren weit kreuzend, hätten vielleicht noch fließender sein können. Piaffen waren wie immer „on the spot“, mit offenem Genick und über den Rücken. Im Schritt floss Felicita Simoncic der Schweiz übers Gesicht: „Ich habe mir gesagt: Feli atmen! Es war schon richtig warm.“
Dann kam die Galopptour mit der „Angst“-Lektion des Paares, der Einerwechsel. Die im Grand Prix Special bekanntlich sogar zweimal gezeigt werden müssen. Aber Feli, die coole Socke, liefert ab und bringt alle drei Serienwechsel fehlerfrei über die Bühne. Mit Noten über 7, nur die Einerwechsel zwischen den Pirouetten bekamen „nur“ 6,9 im Durchschnitt. Die erste Pirouette gelang zentriert und gesetzt.


Fehler in der Pirouette kostet Zweites Personal Best
Die zweiten Pirouette wollte Feli rechtzeitig beenden und dann kam es zu einem kleinen Missverständnis, Fipsi sprang einmal um. Ein Raunen ging durch die Zuschauer:innen: „Ich habe mir ein Lachen verkneifen müssen, als ich den Seufzer gehört habe, da wollte ich es einfach zu gut machen.“
Das kostete im Nachhinein das zweite Personal Best auf der WM – der Score fiel auf knapp unter 70 %. Die Schlusslinie mit Passage und Piaffe gelang und siehe da: 70,076 %! Was für ein Ergebnis für die erst 21-jährige Felicita Simoncic. Erinnerung: Das Paar bestritt beim CDI in der Arena Nova im Oktober 2025 (!) ihren ersten internationalen Grand Prix.
Im EQWO.net-Interview nach dem Ritt erzählt Feli über ihren Weg zur WM: „Es wollte bei Nachwuchs-Europameisterschaften nie mit einer Medaille klappen, jetzt weiß ich: Das war einfach nicht mein Weg. Sonst wäre ich womöglich nie so schnell in der großen Tour gestartet und dürfte all das nicht erleben.“



Erfolgsduo: Felicita Simoncic und Trainerin Caroline Kottas-Heldenberg
Caro Kottas-Heldenberg ist seit zehn Jahren die Erfolgstrainerin von Feli Simoncic und begleitet sie seit der Ponyzeit. Das Erfolgskonzept der beiden: Gute Kommunikation.
„Wir haben gemeinsam alle Phasen von elf bis 21 Jahren zusammen erlebt und auch unsere Unstimmigkeiten. Aber wir können immer alles ausreden, und sprechen Themen an. Wir denken gemeinsam positiv weiter und nehmen keine negativen Gedanken aus dem letzten Training mit. Ich bin unglaublich stolz, dass wir den Weg seit zehn Jahren gemeinsam gehen.“

Aktuell steuert Feli Simoncic auf eine Platzierung als zumindest 26. zu und hat dabei international hoch erfahrene Reiter:innen wie José Antonio Garcia Mena (ESP) oder den Shooting-Star aus den USA, Christian Simonson, hinter sich gelassen. Wir freuen uns auf die Zukunft der jungen Wienerin – und nicht nur wir! Feli ist ein absoluter Publikums-Liebling und kam bei den Richter:innen super an!
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