Platz 11 für Österreichs Dressur-Team
Dressur – Das österreichische Quartett Felicita Simoncic, Ulrike Prunthaller, Bettina Kendlbacher und Peter Gmoser verpasste die Olympia-Qualifikation bei der Weltmeisterschaft in Aachen klar. Mit einem Gesamtscore von 208,479 Punkten rangierte die Equipe von Christian Steiner auf Rang elf. Das Resümee mit nach drei WM-Debüts, einer Reiterin im Grand Prix Special und viel Teamgeist fällt dennoch positiv aus!
Zugegeben: das Ziel, die Top-6 und damit die Olympia-Qualifikation zu schaffen, war ein Wunschtraum. Das Niveau in Aachen war einer Weltmeisterschaft entsprechend hoch, und unsere Konkurrenz-Nationen (Kanada, USA, Portugal, Spanien) haben durch die Bank abgeliefert. Mit einem Gesamtscore von 208,479 % verpasste das österreichische Quartett die Olympia-Qualifikation um rund acht Prozent:
„Mir war klar, dass wir hier die Qualifikation für die Spiele hier nicht schaffen werden. Aber das Ergebnis stimmt mich hier sehr zuversichtlich, dass wir das nächstes Jahr bei der Euro schaffen werden.“, sagte Christian Steiner im EQWO.net-Interview und zieht ein positives Resümee des ersten Teambewerbs der Multi-WM:
„Ich bin sehr glücklich, dass unser junges Team so abgeschnitten hat. Wir hatten drei WM-Debüts und mit Feli und Ulli zwei Reiter:innen, die hier ihr überhaupt erstes Senioren-Championat geritten sind. Als elfte von 19 Nationen haben wirklich alle super abgeliefert, nur Peter hatte einfach Pech. Seine Stute war von der Atmosphäre noch sehr beeindruckt. Und mit Feli haben wir eine junge Reiterin, die unter die besten 30 der Welt geritten ist!“
Spitzen-Auftakt mit gelungenen Debüts
Die österreichische Equipe erwischte mit der persönlichen Bestleistung von über 70 % von Debütantin Felicita Simoncic (W) auf Four Legends KS an Tag eins einen Spitzen-Auftakt (>> EQWO.net berichtete). Die Runde sollte sogar eine der besten 30 im gesamten Starterfeld werden und für eine Qualifikation für den Grand Prix Special reichen.
Als zweite Teamreiterin kam Ulrike Prunthaller (OÖ), die in Aachen auf ihrer TSF Fleur ebenfalls ihr erstes Championat bestritt. Das Paar zeigte eine schöne Runde mit jedoch zwei teuren Fehlern in der Galopptour (68,665 %): „Fleur hat zwischendurch ein bisschen die Luft angehalten und ist dann etwas hinter mich gekommen. Dadurch sind uns ein paar kleine Unachtsamkeitsfehler passiert. Vor den Einerwechseln habe ich sie dann auch nicht mehr so schön auf Zug bekommen. Ansonsten bin ich natürlich happy mit unserer ersten Weltmeisterschaft!“ Damit rangierte Österreich nach dem ersten Teil des Grand Prixs auf Rang sieben.


Bettina Kendlbacher (ST) und Broadmoar’s Don Alfredo AWÖ lieferten Mittwoch Früh (12.8.) eine fehlerfreie Runde und scorten 69,084 %: „Ich bin unfassbar stolz und sehr dankbar. Die Zickzack-Passage, die Einer- und Zweierwechsel und auch die Traversalen im Trab haben sich richtig gut angefühlt. Es waren heute viele Highlights dabei. Im Schritt war Fredi etwas aufgeregt, da hat man schon gemerkt, wie viel Publikum hier im Stadion ist. Aber man sieht auch, dass wir an der Piaffe gearbeitet haben. Ich bin sehr froh und happy, wie wir das heute gemeistert haben.“, zeigte sich die Weltcup-Finalistin erleichtert.
Als Schlussreiter hatte Equipe-Chef Christian Steiner den erfahrenen Peter Gmoser (B) aufgestellt. Auf die Frage, ob dass im Nachhinein die richtige Entscheidung war, antwortete Christian Steiner überzeugt: „Im Nachhinein ist man immer klüger. Aber es war wichtig, dass Peters Stute genügend Zeit hatte sich zu akklimatisieren, um die Eindrücke best möglichst zu verarbeiten. Und bei Feli war ich mir sicher, dass sie eine tolle Runde hinlegen wird, und damit einen Grundstein für das Team.“
Peter Gmoser: „Shit happens!“
Für die hochmotivierte, aber noch recht unerfahrene Stute Dante’s Daiquiri war die Bühne heute etwas zu eindrucksvoll. Nach Spannungsmomenten und einigen Fehlern holte sich Peter Gmoser ein Ergebnis unter 60 % ab, das Streichergebnis:
„Am Vorbereitungsviereck hat sie sich richtig toll angefühlt, dann sind wir eingeritten und ich habe gemerkt wie Spannung ins Pferd kam. Bei der Grußaufstellung hat sie dann so richtig mitbekommen, was rundherum los ist und dann ging die Reise los! Natürlich denkt man dann währenddessen an eine Aufgabe, aber so blöd es klingt, das Pferd soll ja auch etwas lernen. Shit happens!„, zeigte sich Peter Gmoser im EQWO.net-Gespräch gefasst.


Weiterführende Links:
>> Start- & Ergebnislisten
>> Livestream
>> WM Aachen 2026: Fakten, Programm & Teilnehmer:innen
>> Personal Best! Felicita Simoncic eröffnet WM mit 70,730 % + Bildergalerie
>> Jewel’s Goldstrike: Das WM-Pferd für 20 Dollar
>> Christoph Obernauer neuer WM-Reservereiter für Aachen!
Dieser Text wurde von EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net verfasst und ist keine Pressemitteilung. Das Kopieren des Text- und Bildmaterials ist nicht gestattet.