Gold „came home“ – Deutschland holt nach 20 Jahren wieder WM-Titel
Dressur – Isabell Werth, Katharina Hemmer, Frederic Wandres und Raphael Netz sicherten sich zum 20-jährigen Jubiläum der Heim-Weltmeisterschaft in Aachen erneut die Goldmedaille in der Teamwertung. Die Briten kamen trotz eines entfesselten Glamourdale nicht heran, Bronze sicherte sich das dänische Team angeführt von der überragenden Cathrine Dufour.
Der Grand Prix Special der Weltmeisterschaft in Aachen ist Geschichte! Der erste Titel geht nach Deutschland, das trotz viel Verletzungspech im Vorhinein ein starkes Team ins Viereck bringen konnte. Isabell Werth (GER) dirigierte ihre Wendy de Fontaine zu knapp 80 % und führte das Team wie schon vor 20 Jahren erneut zu Teamgold. Dicht gefolgt von Katharina Hemmer (GER) und ihrem Denoix PCH. Die beiden zeigten ihren vielleicht besten Grand Prix ever: 79,224 %.
Die Herren im Team, Frederic Wandres (GER) auf Bluetooth OLD und Raphael Netz (GER) auf Great Escape Camelot jubelten bereits am ersten Tag über 75,963 bzw. 73,338 %. Mit einem Gesamtscore von 235,063 Prozentpunkten und einem Vorsprung von knapp vier Prozent durfte Dressur-Deutschland heute jubeln: „Gold came home!“


Silber sicherten sich mit 231,445 Punkten wenig überraschend das britische Quartett: Nach einem soliden Auftakt von Fiona Bigwood (GBR/69,348 %) auf Donna Bella und Becky Moody (GBR/73,820 %) auf Jagerbomb übernahm Carl Hester (GBR) mit Fame die Zwischenführung mit einem Score von 77,314 %. Schlussreiterin und Titelverteidigerin Lottie Fry (GBR) ging mit ihrem Glamourdale eine Spitzen-Runde auf: „Ich glaube, ich hatte noch nie ein besseres Gefühl in der Prüfung!“, sagte sie selbst nach dem Ritt. 80,311 % und die dritthöchste Bewertung sind außerdem eine Ansage Richtung Special!

Holt Cathrine Laudrup-Dufour endlich ihr Einzelgold?
Die Tagessiegerin Cathrine Laudrup-Dufour (DEN) brillierte einmal mehr mit ihrer 17-jährigen Stute Mount St John Freestyle und sicherte dem Team Dänemark die Bronze-Medaille. Die Richter:innen vergaben sensationelle 82,376 % – übrigems 1,5 Prozentpunkte Vorsprung auf den zweitplatzierten und amtierenden Doppel-Europameister Justin Verboomen (BEL) auf Zonik Plus. Das restliche dänische Team, Daniel Bachmann Andersen (DEN/74,876 %) auf Flash Gordon, Carina Cassoe Krüth (DEN/72,174 %) auf Heiline’s Danciera und Nadja Aaboe Sloth (DEN/71,956 %) auf Favour Gersdorf vervollständigten das starke Team-Ergebnis von 229,426 Punkten.

Das belgische Quartett Verboomen, Larissa Pauluis, Wim Verwimp und Jeroen Devroe verpassten das Podium mit 223,044 Punkten doch klar. Über die Ränge fünf und sechs und damit die Olympia-Qualifikation für Los Angeles 2028 dürfen sich die Niederlande (Rowena Weggelaar, Thamar Zweistra, Dinja van Liere, Marieke van der Putten) und Schweden (Rebecca Mauléon, Therese Nilshagen, Maria von Essen, Patrik Kittel) freuen.
Österreich belegte Rang elf von 19 angetretenen Nationen (EQWO.net berichtete).
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