Olympische Spiele: Gold für Ben Maher und Explosion W – grandiose Schweden...

Olympische Spiele 2020 Tokio (JPN) | Springsport

Olympische Spiele: Gold für Ben Maher und Explosion W – grandiose Schweden und ein Japaner im Finale!

Springreiten – WOW! Hoch verdient sicherten sich Ben Maher (GBR) und sein zwölfjähriger Chacco Blue-Sohn Explosion W Einzel-Gold im Springen bei den Olympischen Spielen in Tokio. Silber ging mit Peder Fredricson (SWE) an einen von drei (!) Schweden im Finale, Bronze erkämpfte sich Maikel van der Vleuten (NED). Überraschung des Tages: der Japaner Daisuke Fukushima (JPN) sprang mit seinem 13-jährigen Oldenburgerwallach Chanyon zweimal Null und platzierte sich auf Rang sechs.

Unbesiegbar: Explosion W v. Chacco Blue und Ben Maher (GBR) sicherten sich nach zwei Nullrunden bei den Olympischen Spielen in Tokio Gold im Einzelfinale! ©️ Arnd Bronkhorst
Unbesiegbar: Explosion W v. Chacco Blue und Ben Maher (GBR) sicherten sich nach zwei Nullrunden bei den Olympischen Spielen in Tokio Gold im Einzelfinale! ©️ Arnd Bronkhorst

Es war ein Start-Ziel Sieg: der Brite Ben Maher (GBR) ließ mit seinem Erfolgspferd Explosion W nichts anbrennen und präsentierte sich in Qualifikation und Finale jeweils als beste Paarung. Für den Briten, der als Achtjähriger mit dem Reite begann, ist dies nach Team-Gold auf dem legendären Namelus-R-Nachkommen Tripple X bei den Olympischen Spielen in London 2012, nun die zweite Goldene aber das erste Einzel-Gold. Gold und Silber hat der erfolgreiche Brite auch bereits bei Europameisterschaften (2013) gewonnen.

Silber in dem packenden Finale, in dem keine einzige Stange fiel, erritt sich Peder Fredricson (SWE) auf All In, einem fünfzehnjährigen schwedisch gezogenen Wallach von Kashmir van Schuttershof. Er führte damit das bärenstarke schwedische Team an, das sich geschlossen in das Einzel-Finale, und auch in das Stechen um die Medaillen sprang. Den ehemaligen Beerbaum-Bereiter Henrik van Eckermann (SWE) und Malin Baryard-Johnsson (SWE) trennten schließlich nur wenige Hundertstel bzw. Sekunden von einer olympischen Medaille. Achtung also vor Schweden für die Teamentscheidung!

Drei Schweden im Finale bei den Olympischen Spielen in Tokio, drei Schweden im Stechen! Auch wenn es am Ende "nur" SIlber für Peder Fredricson (SWE) und All In v. Kashmir van Schuttershof wurde, ist es ein Top-Ergebnis für die Schweden, die im Team-Bewerb nun in die Favoritenrolle geschlüpft sind. ©️ Arnd Bronkhorst
Drei Schweden im Finale bei den Olympischen Spielen in Tokio, drei Schweden im Stechen! Auch wenn es am Ende „nur“ Silber für Peder Fredricson (SWE) und All In v. Kashmir van Schuttershof wurde, ist es ein Top-Ergebnis für die Schweden, die im Team-Bewerb nun in die Favoritenrolle geschlüpft sind. ©️ Arnd Bronkhorst

Drittschnellster im Stechen um Edelmetall war Maikel van der Vleuten (NED). Der Niederländer war auf seinem elfjährigen Zangersheide-Wallach Beauville Z v. Bustique schnellster im Grunddurchgang und musste daher als letzter Starter im Stechen Nervenstärke zeigen – was bestens gelang!

Als letzter Starter im Finale der Einzel-Entscheidung bei den Olympischen Spielen in Tokio zeigte Maikel van der Vleuten (NED) auf Beauville Nervenstärke und ritt Bronze nach Hause! ©️ Arnd Bronkhorst
Als letzter Starter im Finale der Einzel-Entscheidung bei den Olympischen Spielen in Tokio zeigte Maikel van der Vleuten (NED) auf Beauville Nervenstärke und ritt Bronze nach Hause! ©️ Arnd Bronkhorst

Ein Parcours, der es in sich hatte!
14 Hindernisse bzw. 18 Sprünge galt es heute zu überwinden. Dabei war der höchste Sprung beeindruckende 166 cm hoch. Die Schwierigkeit wurde außerdem durch gefinkelte (Unter-)Bauten und extreme Anforderungen am Ende des Parcours, wie eine Dreifache Kombination mit je einem Galoppsprung oder einer Kombi mit Trippelbare als Einsprung, erhöht.

Auffallend: die große Mehrheit der startenden Pferde hatte mit der Höhe absolut kein Problem, obwohl bei Großen Preisen normalerweise spätestens bei 160 cm Schluss ist.

Japaner mit Krachern vorne mit dabei
Alle drei heimischen Springreiter schafften es gestern in der Qualifikation fehlerfrei zu bleiben und durften heute um die Medaillen mitspringen. Dass das kein Glückstreffer war, bewies allen voran Daisuke Fukushima (JPN)! Trainiert von Paul Schockemöhle zeigte er auf seinem vermögenden Chacco Blue-Sohn Chanyon tolle Ritte und platzierte sich nach zwei Nullrunden an der hervorragenden sechsten Stelle.

Daisuke Fukushima (JPN) und der Chacco Blue-Sohn Chanyon konnten sich mit beeindruckenden Runden auf Rang sechs bei den Olympischen Spielen in Tokio platzieren! Unterstützt wurden sie vor Ort vom japanischen Nationaltrainer Paul Schockemöhle. ©️ Arnd Bronkhorst
Daisuke Fukushima (JPN) und der Chacco Blue-Sohn Chanyon konnten sich mit beeindruckenden Runden auf Rang sechs bei den Olympischen Spielen in Tokio platzieren! Unterstützt wurden sie vor Ort vom japanischen Nationaltrainer Paul Schockemöhle. ©️ Arnd Bronkhorst
Die drei Herren Peder Fredricson (SWE), Ben Maher (GBR) und Maikel van der Vleuten (NED) (v.l.n.r) zeigten sich bei der Siegerehrung der Olympischen Spiele in Tokio emotional. ©️ Arnd Bronkhorst
Die drei Herren Peder Fredricson (SWE), Ben Maher (GBR) und Maikel van der Vleuten (NED) (v.l.n.r) zeigten sich bei der Siegerehrung der Olympischen Spiele in Tokio emotional. ©️ Arnd Bronkhorst

Leider auch unschöne Bilder
Der neunjährige Schimmelwallach Kilkenny sprang unter Cian O’Connor (IRE) mit keinem Abwurf und einem Zeitfehler auf Rang sieben im Einzelfinale. Und das, obwohl das Pferd mitten im Parcours stark aus beiden Nasenlöchern blutete. Wieso die Blood-Rule hier nicht greift und mehr, gibt es hier EQWO.net-Bericht >>

Ein grausiger Anblick: Kilkenny blutete im Parcours bei den Olympischen Spielen in Tokio stark aus beiden Nasenlöchern. Reiter Cian O'Connor (IRE) bekam es anscheinend nicht mit, die Richter ließen weiterreiten. ©️ Arnd Bronkhorst
Ein grausiger Anblick: Kilkenny blutete im Parcours bei den Olympischen Spielen in Tokio stark aus beiden Nasenlöchern. Reiter Cian O’Connor (IRE) bekam es anscheinend nicht mit, die Richter ließen weiterreiten. ©️ Arnd Bronkhorst

++ Ergebnisse ++

SPRINGEN Einzel, 166cm
GOLD
Ben Maher (GBR) – Explosion W – 0/37,85
SILBER
Peder Fredricson (SWE) – All In – 0/38,02
BRONZE
Maikel van der Vleuten (NED) – Beauville Z – 0/38,90
>> Ergebnislink

Weiterführende Links:
>> Olympische Spiele: Pferd blutet im Parcours aus Nasenlöchern, FEI: fällt nicht unter die ‚Blood-Rule‘
>> Olympische Spiele, Springen: Ben Maher bester in der Einzel-Qualifikation, viele Top-Stars scheitern
>> Olympische Spiele, Springen: Modus, Favoriten und Trainingsbilder!
>> FAQ: Dressur, Vielseitigkeit & Springreiten bei den Olympischen Spielen
>> TV & Livestream: Hier kann man die Olympischen Spiele mitverfolgen!
>> Die Reise zu den Olympischen Spielen! Von der Quarantäne bis nach Tokio
>> Tokio 2021: Der Zeitplan für alle Reitsportfans!

Dieser Text wurde von EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net verfasst und ist keine Pressemitteilung. Das Kopieren des Text- und Bildmaterials ist nicht gestattet.