Stadl-Paura: Pepo Puch feiert Debüt-Siege in Grad I
Paradressur – Pepo Puch (ST) ist zurück! Nach mehreren Monaten gesundheitlicher Probleme hat der mehrfache Medaillengewinner beim CPEDI Stadl-Paura den Hattrick gefeiert. Genauer gesagt einen Debüt-Hattrick! Denn Pepo ging mit Royale Choice nicht wie gewohnt in Grad II, sondern Grad I an den Start. Außerdem gab es mehrere rot-weiß-rote Platzierungen und ein Comeback zu feiern!
Die Kärntner Heeressportlerin Julia Sciancalepore bekam dieses Wochenende in Grad I erstmals Konkurrenz aus dem eigenen Team. Ihr langjähriger Kollege Pepo Puch (ST) wurde vor dem internationalen Drei-Sterne-Turnier in Stadl-Paura offiziell von Grad II auf I umgestuft:
„Ich habe aus gesundheitlichen Gründen die Anträge bei der der FEI zur neuen Einstufung eingereicht und wurde dann vor Ort in Stadl-Paura neu klassifiziert. Es ist natürlich schade, da das bedeutet dass es mir schlechter geht, aber ich bin glücklich über diese Möglichkeit.“, erzählt Pepo Puch im EQWO.net-Gespräch. Sein Royale Choice bringt für den schrittbetonten Grad I jedenfalls einen starken Grundschritt mit: „Royale Choice hat einen gewaltigen Schritt mit sehr viel Nickbewegung, das ist toll, aber auch eine Herausforderung.“
Unterstützung bekommt er dabei von der italienischen Paradressur-Expertin Laura Conz und: Katharina Haas! „Kathi und ich haben uns in Doha so richtig kennen gelernt, und seit dem begleitet sie mich und meine Pferde. Am Turnier haben die beiden toll zusammengearbeitet und wir sind ein richtig gutes Team.“ erzählte Pepo Puch im EQWO.net-Gespräch.
Und das war ein voller Erfolg! Puch und sein elfjähriger DSP-Wallach Royale Choice ritten bereits am Freitag (26.6.) im Para Grand Prix A zu starken 71,736 % und konnten die Prüfung vor sieben Konkurrent:innen gewinnen. Am nächsten war Julia Sciancalepore mit ihrem Paralympics-Pferd Heinrich IV. dran: 69,097 % und das trotz Bremse am Kopf. Samstag gelang ein erneuter österreichischer Doppelsieg. Pepo Puch erhielt 72,291 %, Julia Sciancalepore 71,319 % – ein starkes Ausrufezeichen Richtung Weltmeisterschaft!
Die Schritt-Musikkür ritt Pepo Puch am finalen Sonntag tatsächlich das erste Mal. Er dirigierte Royale Choice dabei sensationell zu 73,867 % und sicherte sich haarscharf vor der Deutschen Martina Benzinger auf ihrem Sir de Cour (73,622 %) und Teamkollegin Julia Sciancalapore (73,533 %) den Hattrick in Grad I: „Ich habe es bewusst ruhig angelegt, und versucht sehr genau zu reiten.“
Comeback von Valentina Perwein
Eine freudige Überraschung gab es auch in Grad IV. Valentins Perwein, ehemals Strobl (T), gab ihr Comeback. Die Tirolerin hatte eigentlich vor 1,5 Jahren ihre Reitsportkarriere beendet und ihr Paralympics-Pferd ihrem Trainer und Grad IV-Reiter Bernd Brugger (NÖ) zur Verfügung gestellt. Jetzt ist der 16-jährige Hannoveraner zurück bei seiner Besitzerin, die mit 66,713 bzw. 68,739 % und zwei vierten Plätzen, sowie 70,800 % und Rang drei in der Musikkür ihr erfolgreiches Comeback gab.
Direkt hinter ihr platzierte sich jeweils Julia Mitterhuemer (ST) auf der erst siebenjährigen AWÖ-Stute Showgirl.
Last but not least: Thomas Haller (OÖ) und Haller‘s Hermine erhielten in Grad III als einziges Starterpaar 65,722, 67,611 bzw. 70.133 %.
Weiterführende Links:
>> Start- & Ergebnislisten
>> Bernd Brugger übernimmt Valentina Strobls Paradressur-Pferd Bequia Simba
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