Dänemark: Neuer Skandal um Olympiareiter Jon D. Pedersen
Tierwohl – Die dänische Reitsportszene sieht sich mit einem neuen Skandal konfrontiert. Olympiareiter und Dressurausbilder Jon D. Pedersen ist auf verdeckten Videoaufnahmen zu sehen, bei denen er ein Pferd schlägt und unter Druck setzt.
Gegen den ehemaligen Olympiareiter und langjährigen Dressurausbilder Jon D. Pedersen wurden Vorwürfe wegen mutmaßlicher Pferdemisshandlung erhoben. Die gefilmten Szenen sind beim dänischen Sender TV2 Fyn veröffentlicht worden, wo auch der Helgstrand-Skandal 2024 aufgedeckt wurde. Pedersen gewann bei der Europameisterschaft 2001 mit dem dänischen Team Bronze. Zuletzt leitete er den renommierten Reitverein Dalumgaard auf der Insel Fünen.
Die Aufnahmen, die laut dänischen Medien verdeckt entstanden sind, sollen zeigen, wie Pferde wiederholt mit einer Peitsche geschlagen und in Trainingssituationen massiv eingeschüchtert werden. Die Bilder verbreiteten sich rasch in sozialen Netzwerken und lösten heftige Diskussionen über Trainingsmethoden und Kontrolle im Pferdesport aus.
EQWO.net liegt ein 26-sekündiges Video vor, bei dem Ausschnitte der verdeckten gefilmten Szenen – einem Reittraining – zu sehen sind. Jon D. Pedersen steht mit einer Longierpeitsche in der Mitte, und benutzt diese bei einem blockierenden Pferd.
Dänischer Verband reagiert
Der Dansk Ride Forbund (DRF) reagierte kurz nach Veröffentlichung der Berichte öffentlich auf die Vorwürfe. Der Verband erklärte, man sehe die Angelegenheit „mit großem Ernst“ und werde den Fall weiter untersuchen. Zudem verwies der DRF auf seine Werte und Richtlinien zum Thema Pferdewohl.
Auch der Dalumgaard Rideklub veröffentlichte ein offizielles Statement. Darin heißt es, die Zusammenarbeit mit Jon D. Pedersen werde „mit sofortiger Wirkung“ beendet. Gleichzeitig kündigte der Club umfassende Maßnahmen an, darunter unabhängige tierärztliche Untersuchungen sämtlicher Schulpferde sowie eine Überprüfung der internen Abläufe und Trainingspraktiken.
Pedersen äußert Bedauern
Jon D. Pedersen selbst äußerte sich inzwischen ebenfalls zu den Vorwürfen. In einem Statement erklärte er, dass ihm die gezeigten Situationen leid täten und er verstehe, dass die Bilder starke Reaktionen hervorrufen würden. Gleichzeitig akzeptiere er die Entscheidung des Vereins und wolle keine weitere Unruhe verursachen.
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Dieser Text wurde von EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net verfasst und ist keine Pressemitteilung. Das Kopieren des Text- und Bildmaterials ist nicht gestattet.