Welche Dressur-Nationen verdienen am meisten?
Dressur – Deutschland ist die finanziell erfolgreichste Dressur-Nation der Welt! Das zeigt ein Hippomundo-Ranking der letzten 365 Tage. Knapp 1,3 Millionen Euro haben die Deutschen an Preisgeldern auf internationalen Turnieren gewonnen. Der größte Aufsteiger ist mit einer Steigerung von +134 % Belgien! Auch die USA verdient immer mehr.
Deutsche Reiter:innen gewannen in den letzten 365 Tagen exakt 1.285.462 € und damit fast doppelt so viel wie die USA auf Rang zwei. Die Platzierung ist seit drei Jahren unverändert. Auch die Zahl der Reiter blieb mit 264 (2023: 258) stabil. Das Durchschnittspreisgeld pro Reiter:in sank jedoch von 5.176 € auf 4.869 €.
USA: Aufstieg von Platz 4 auf 2
Die amerikanischen Reiter steigerten ihr Preisgeld von 403.507 € (2023) auf 677.157 € (+67,8 %) und überholten Dänemark und Großbritannien. Zugleich wuchs die Zahl der platzierten Reiter von 271 auf 412. Der Erfolg beruht also auf einer breiteren Basis und nicht nur auf wenigen Spitzenpaaren.
Belgien: der stärkste Langzeit-Aufsteiger
Belgien kletterte von Rang zehn (160.400 €) auf Rang fün (375.861 €), ein Plus von 134,3 %. Der Weg verlief nicht geradlinig: Im vorherigen Ranking lag Belgien mit 430.492 € auf Platz drei, das aktuelle Preisgeld liegt 12,7 % darunter. Die Zahl der Reiter stieg nur leicht von 92 auf 96, das Durchschnittspreisgeld mehr als verdoppelte sich von 1.743 € auf 3.915 €.
Großbritannien: zurück in den Top 3
Britische Reiter steigerten sich von 403.679 € auf 494.460 € (+22,5 %). Gegenüber dem Vorjahresranking (411.851 €) sind es rund 20 % mehr. Die Reiterzahl stieg von 103 auf 124, das Durchschnittspreisgeld blieb mit etwa 4.000 € stabil.

Dänemark: Erholung nach schwierigen Jahren
Dänemark war 2023 mit 578.007 € noch Zweiter, fiel dann auf 459.200 € und 343.241 € zurück und erreichte zuletzt wieder 457.759 € (+33,4 % zum Vorjahr). Bei unveränderten 96 Reiter:innen stieg das Durchschnittspreisgeld von 3.575 € auf 4.768 €. Gegenüber 2023 fehlen allerdings noch rund 21 %.
Niederlande und Schweden: mehr Reiter:innen, weniger Ertrag
Die Niederlande liegen mit 311.265 € auf Rang sechs (2023: 378.780 €, −17,8 %). Die Zahl der Reiter:innen stieg stark auf 637, das Durchschnittspreisgeld fiel auf 489 € pro Reiter:in. Schweden bleibt mit 290.435 € Siebter. Die Reiterzahl wuchs von 91 auf 124, das Durchschnittspreisgeld sank von 3.495 € auf 2.342 €.
Die Zahlen im Überblick
| Land | Preis Geld 2023 | Letzte 365 Tage | Veränderung | Rangierung 2023-2026 |
|---|---|---|---|---|
| GER | 1.335.523 € | 1.285.462 € | −3,7 % | 1 → 1 |
| USA | 403.507 € | 677.157 € | +67,8 % | 4 → 2 |
| GBR | 403.679 € | 494.460 € | +22,5 % | 3 → 3 |
| DEN | 578.007 € | 457.759 € | −20,8 % | 2 → 4 |
| BEL | 160.400 € | 375.861 € | +134,3 % | 10 → 5 |
| NED | 378.780 € | 311.265 € | −17,8 % | 5 → 6 |
| SWE | 318.089 € | 290.435 € | −8,7 % | 6 → 7 |
| FRA | 247.775 € | 142.217 € | −42,6 % | 7 → 9 |
Quelle: Hippomundo, Ranking der letzten 365 Tage im Vergleich zu 2023.
FAQs zum Preisgeld in der Dressur
Welches Land führt die Dressur-Rangliste nach Preisgeld an?
Deutschland mit 1.285.462 € in den letzten 365 Tage (Hippomundo, Stand Oktober 2026).
Welche Nation ist in der Dressur am stärksten aufgestiegen?
Prozentual Belgien (+134,3 % seit 2023, von Platz 10 auf 5), absolut die USA (+273.650 €, von Platz 4 auf 2).
Welche Länder verlieren in der Dressur an Boden?
Frankreich (−42,6 %), Dänemark gegenüber 2023 (−20,8 %), die Niederlande (−17,8 %) und Schweden (−8,7 %).
Weiterführende Links:
>> Hippomundo: Which countries are gaining ground in international dressage?
>> Frauen verdienen im Springsport langsam aber sicher mehr
>> FEI Rankings
Dieser Text wurde von EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net verfasst und ist keine Pressemitteilung. Das Kopieren des Text- und Bildmaterials ist nicht gestattet.