Pilisjászfalu: Comeback-Sieg für Astrid Neumayer
Dressur – Nach zweijähriger internationaler Turnierpause präsentierte EM-Reiterin Astrid Neumayer (OÖ) beim CDI3* in Pilisjászfalu (HUN) erstmals ihr neues Grand-Prix-Pferd auf internationalem Parkett. Der zwölfjährige Pramwaldhof’s Bamboo gewann bei seinem internationalen Grand-Prix-Debüt gleich beide Prüfungen der Drei-Sterne-Tour. Für eine mögliche Weltmeisterschafts-Teilnahme spielt das jedoch keine Rolle. Außerdem: Emilia Brandstätter sicherte sich zwei Siege in der U21-Tour.
Astrid Neumayer und Pramwaldhof’s Bamboo dominierten das CDI3* in Pilisjászfalu von 19. bis 21. Juni. Im Grand Prix setzte sich das österreichische Duo mit 70,109 % gegen fünf Konkurrent:innen durch. Auch im Grand Prix Special ließ die Oberösterreicherin nichts anbrennen und gewann mit 69,830 %. Für den Oldenburger-Wallach war es zugleich der erste internationale Grand Prix Special seiner Karriere.
Der zwölfjährige Bamboo (Beradini x Rubinstein) kam zwar bereits als Dreijähriger in den Besitz des Gestüts Pramwaldhof, war aber jahrelang in Ausbildung zunächst bei Sina Aringer (GER) und später Matthias Bouten (GER) und Kira Soddermann (GER). Erst vor rund einem Jahr übernahm Astrid Neumayer selbst die Zügel und stellte den Wallach erstmals national in der Königsklasse vor.
„Ich bin richtig happy, wie er sich präsentiert hat. Ein bisschen grün ist er noch, aber es war erst sein fünfter Grand Prix und wir wurden erst vergangene Woche gesichtet“, freute sich Neumayer im Gespräch mit EQWO.net.
Mit einem Ergebnis von über 70 Prozent im Grand Prix hätte sich die EM-Reiterin von 2019 grundsätzlich für ein WM-Ticket empfehlen können. Für Neumayer ist das Sichtungsturnier in Hagen a.T.W. jedoch kein Thema: „Bamboo steht eigentlich zum Verkauf. Wir haben noch einige Turniere geplant, aber Hagen oder die Weltmeisterschaft gehören nicht dazu.“
Zusätzlich startete die Oberösterreicherin mit Pramwaldhof’s Knock Out im CDI2*. In der Intermédiaire A erreichte das Paar starke 73,039 %, in der Intermédiaire II folgten 71,294 %. Zwar war das österreichische Duo jeweils das einzige Starterpaar in den Prüfungen, die Ergebnisse unterstreichen jedoch das Potenzial des KWPN-Hengstes für die Zukunft.
Zwei Siege für Emilia Brandstätter
U21-Reiterin Emilia Brandstätter (OÖ) nutzte das CDI in Ungarn als letztes Pflichtturnier vor der Europameisterschaft der Young Rider. Warum nicht in Achleiten? Die junge Oberösterreicherin absolvierte vergangene Woche noch ihre Matura, weshalb sie sich trotz der längeren Anreise für einen Start in Pilisjászfalu entschied, wo sie gemeinsam mit ihrer Trainerin Astrid Neumayer an den Start ging.
Im Sattel von DSP Weena präsentierte sich Brandstätter in sehr guter Form und gewann beide Young Rider Prüfungen. Mit 69,059 % bzw. 69,029 % setzte sie ein deutliches Ausrufezeichen im Hinblick auf die bevorstehende EM-Nominierung.
Weiterführende Links:
>> Ergebnislisten
>> FEI Database: Astrid Neumayer
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