Österreich springt beim EEF Nations Cup Finale aufs Podest!
Springreiten – Ds österreichische Quartett überrascht in Avenches (SUI) beim EEF Nationenpreis-Finale mit einer sensationellen Leistung auf Platz drei! Mit einem Gesamtscore von 20 Fehlerpunkten reihten sich Christoph Obernauer, Nationenpreis-Debütantin Theresa Sutterlüty, Bianca Babanitz und Katharina Rhomberg hinter Belgien (12) und Schweden (16) ein.
Equipe-Chefin Angelika May hatte im Vorhinein alle Hände voll zu tun, um ein konkurrenzfähiges Team für das Nationenpreis-Finale in der Schweiz aufzustellen. Nach den Ausfällen von Dominik Juffinger (T) mit Neugschwent’s Diamant und Gerfried Puck (T) mit Naxcel V fand sie schließlich in der 32-jährigen Vorarlbergerin Theresa Sutterlüty eine geeignete Kandidatin das Quartett zu vervollständigen. So stieß die Nationenpreis-Debütantin zu den drei erfahrenen WM-Teilnehmer:innen Christoph Obernauer (T), Bianca Babanitz (B) und Katharina Rhomberg (V) hinzu.
Der Nationenpreis fand Sonntag (6.9.) über 155 cm und zwei Runden statt. Zu bewältigen galt es eine Mauer, eine zweifache und eine dreifache Kombination, ein überbautes Wasser, sowie einen offener Wassergraben. Österreich durfte mit einem Traumlos als letzte der zehn teilnehmenden Nationen an den Start gehen.
Nicht optimaler Start gefolgt von Vorarlberger Nervenstärke
Erstes rot-weiß-rotes Paar waren Christoph Obernauer und Kleon’s Renegade. Die beiden hatten leider keinen perfekten Start und verbuchten zwei Abwürfe. Dafür lieferte Theresa Sutterlüty ab! Im Sattel des elfjährigen KWPN-Wallachs Kensington bewies die Vorarlbergerin bei ihrem Debüt Nervenstärke und blieb sensationell null.
Ebenso wie ihre Landsfrau Katharina Rhomberg auf dem erfahrenen Cuma als Schlussreiterin. Bianca Babanitz (B) und Dakato bildeten mit 20 Fehlerpunkten das Streichergebnis. Österreich ging somit mit nur acht Fehlerpunkten in den zweiten Umlauf. Nur Schweden (4 FP.) und Italien (8 FP.) konnten da mithalten.
Obernauer fixiert mit einer Nullrunde das Podium
Christoph „Obi“ Obenauer nahm aus Runde eins genau richtig viel Wut im Bauch mit und pilotierte seinen 13-jährigen Renefade fehlerfrei ins Ziel. Dafür klapperten bei Theresa Sutterlüty dieses Mal zwei Stangen. Bianca Babanitz kämpfte wie eine Löwin und brachte den zwölfjährige Diarado-Sohn Dakato ebenfalls mit acht Fehlerpunkten ins Ziel.
Als Schlusspaar galoppierten Kathi Rhomberg und Cuma mit einem Abwurf ins Ziel. Damit zählte das österreichische Quartett am Ende 20 Fehlerpunkte. Gut zu wissen: Selbst mit einem Abwurf weniger, hätten die Schweden (16 FP.) bei Punktegleichheit mit der besseren Zeit die Nase vorne gehabt. Bei dem anwesenden Starterfeld ein sensationelles Ergebnis!
Equipe-Chefin Angelika May: „Ich bin sooo stolz auf mein Team! Und auf den Geistesblitz in letzter Minute Theresa zu motivieren mitzureiten. Es war richtig schwer gebaut. Der Schweizer Parcours-Bauer wollte natürlich sein starkes Team angeführt von Steve Guerdat gewinnen sehen. Auch die Niederländer hatten mit den Greve-Brüdern, Kim Emmen und Marc Houtzager ein Spitzen-Team vor Ort. Ebenso wie die Briten. Die Anlage in Avenches in wunderschön und das Who-is-Who des Sports war vor Ort. Wir können richtig stolz sein.“, ordnet die Tirolerin die Leistungen ein.
Theresa Sutterlüty: Kein Zufalls-Ergebnis
Dass eine Nationenpreis-Debütantin wie Theresa Sutterlüty über 155 cm eine Nullrunde liefert, wirkt wie ein Zufalls-Ergebnis. Ist es aber nicht. Die 32-jährige Vorarlbergerin ritt zuletzt als Children für Österreich und wechselte früh als Profi nach Deutschland. Heute arbeitet sie bereits seit 15 Jahren unter Andreas Kreuzer bei Paul Schockemöhle.
Aufgrund der umstrittenen „Zwei-Ergebnis-Regel“, die für die Schockemöhle-Bereiterin nicht zu erfüllen war, stand sie einem österreichischen Team in der Vergangenheit nicht zur Verfügung. Seit dem Fall dieser Regel auch für B-Kaderreiter:innen, hat sich das geändert! Mit dem 13-jährigen KWPN-Wallach Kensington bewies sie sich als starke Kandidatin auch für kommende Aufgaben.
Next Stop: Nationenpreis in Vejer de la Frontera!
Am letzten Oktober-Wochenende steht bereits das nächste Team-Highlight an: Der CSIO3* Nationenpreis in Vejer de la Frontera. Fix ist, dass Theresa Sutterlüty wieder mit am Start ist. Wer mit der Vorarlbergerin ins sprichwörtliche Rennen geht, stimmt Equipe-Chefin Angelika May mit Bundesreferentin Sabine Schranz und den Reiter:innen in den kommenden Wochen ab.
Weiterführende Links:
>> Website Jumping Avenches
>> Österreich mit Überraschung zum EEF-Finale in Avenches
>> FEI Database: Theresa Sutterlüty
Dieser Text wurde von EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net verfasst und ist keine Pressemitteilung. Das Kopieren des Text- und Bildmaterials ist nicht gestattet.