AWÖ Bundeschampionat 2026: 24 Titel in Stadl-Paura
Zucht – Von 18. bis 20. September stand das Pferdezentrum Stadl-Paura ganz im Zeichen der österreichischen Pferdezucht. Beim AWÖ-Bundeschampionat 2026 wurden insgesamt 24 Championatstitel vergeben – von den Fohlen über Jungstuten und Reitpferde bis zu Dressur-, Spring-, Gelände- und Fahrpferden. Ergänzend wurde die Bundesmeisterschaft der Ländlichen Reiter auf österreichischen Warmblutpferden ausgetragen.
Fohlen, Reitpferde, (Bundes-)Jungstuten, Dressurpferde, Springpferde, Fahrpferde, Vielseitigkeits-Pferde: Das dreitägige Championat bin Stadl-Paura bot damit einen umfassenden Querschnitt durch die österreichische Pferdezucht und zeigte Nachwuchspferde in unterschiedlichen Altersklassen und Disziplinen auf ihrem Weg in den Sport:
Fohlenchampions: Die jüngsten Teilnehmer im Mittelpunkt
Den Auftakt machten die Fohlenchampionate. In insgesamt sieben Klassen wurden die besten österreichischen Warmblut-, Reitpony- und Pintofohlen ausgezeichnet.
Bei den dressurbetonten Warmblutfohlen gingen die Titel an De Va Bena LA und Varon M, bei den springbetonten Warmblutfohlen setzten sich Jumping Holly und El Oliver durch. Bei den Reitponys standen Chararmella PP und Dorado an der Spitze, den Titel bei den Pinto-Reitpferdefohlen holte Levana la Musica KL.
Für das höchste Ergebnis des Fohlenchampionats sorgte Jumping Holly mit einer Wertnote von 8,8. Für vier der ausgezeichneten Fohlen ging es am Samstagabend direkt mit der AWÖ-Fohlenauktion weiter: Varon M, Dressman, Jumping Holly und Harry Kane wechselten für fünfstellige Beträge den Besitzer.

Drei Bundessiegerinnen bei der Jungstutenschau
Bei der Bundesjungstutenschau standen drei- und vierjährige Stuten im Fokus. Bei den springbetonten Stuten setzte sich Geyer’s Casablanca von Chacclou PS – Cayado durch.
Den Titel bei den dreijährigen dressurbetonten Stuten holte Fräulein Gabriele von Florida TN – Dante Weltino. Die vierjährige Geyer’s Medea von Vaderland – Fürstenball gewann die Dressurklasse ihrer Altersgruppe.
Eine Verbindung zwischen Jungstutenschau und Reitpferdechampionat zeigte Stellas Daylight: Sie wurde bei den dreijährigen Dressurstuten Reservesiegerin und stand anschließend auch im Finale der dreijährigen Reitpferde.

Reitpferde: Stellas Daylight-MFG setzt sich bei den Dreijährigen durch
Am Sonntag folgten die Reitpferdefinals. Bei den dreijährigen Pferden ging der Bundeschampionats-Titel an Stellas Daylight-MFG unter Tanja Scherf. Die Tochter des Diamond First PrH., gezogen von Franz Karl und Maria Gutschy, erreichte eine Gesamtnote von 8,7. Esteban wurde Vizebundeschampion.

Bei den Vierjährigen gewann der gekörte Hengst Vitaly Royal H unter Walter Seidl mit 8,6. Der von Georg Hartl gezogene Sohn des Von und Zu setzte sich damit unter anderem gegen den Vorjahressieger Flashdance ANW durch.
Bei den Reitponys gelang Dempsey NLA unter Michael Kostal die Titelverteidigung.
Vier Titel in den Dressurpferdechampionaten
Auch in der Dressur wurden vier Bundeschampionats-Schärpen vergeben. Bei den vierjährigen Pferden der Klasse A gewann Broadmoars Rocket Lady unter Sophia Reuß mit einer Gesamtnote von 8,40. Für ihren Schritt erhielt die Stute eine 9,0.
Bei den fünfjährigen Dressurpferden der Klasse L setzte sich Jamey von Jameson RS2 unter Marie-Theres Holzleitner-Senck mit 8,18 durch. Besonders im Trab und Galopp überzeugte der Wallach mit jeweils 8,5.
Bei den sechs- und siebenjährigen Dressurpferden ging der Titel an WM-Teilnehmerin Evita. Die sechsjährige Tochter des Escamillo erreichte unter Martina Knill-Suppan eine Gesamtnote von 8,38. Für den Trab gab es 8,8.
In der Klasse S wiederholte Broadmoars Waiana ihren Vorjahressieg. Die Stute wurde diesmal von Olympia-Teilnehmer Christian Schumach vorgestellt.

Springpferde: Zwei Vollgeschwister bleiben fehlerfrei
Vier weitere Titel wurden bei den Springpferden vergeben. Bei den Fünfjährigen gewann Die Coole PZW unter Andreas Wessely. Für das Paar war es nach dem Sieg im AWÖ Youngster Springcup ein weiterer Erfolg in der Saison.
Eine besondere Familiengeschichte lieferten Naughty Boy 2 und Candy Crush KH. Die von Anita Kribernegg-Heußerer gezogenen Vollgeschwister stammen beide von Naxcel V aus der Stute Cimet von Doliart. Unter Jan Spiljak blieben beide in allen drei Teilbewerben fehlerfrei und holten die Titel bei den Sechs- beziehungsweise Siebenjährigen.
Bei den Achtjährigen setzte Geyer’s My Lord Cayados seine Serie fort. Unter seinem Züchter, Besitzer und Reiter Heinrich Geyer blieb der Wallach ebenfalls in allen drei Teilbewerben ohne Fehler und verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr.

Zwei Titel im Geländepferdechampionat
Im Geländepferdechampionat wurden zwei Titel vergeben. Bei den fünf- und sechsjährigen Pferden setzte sich Gatsby TS unter Michael Spörk mit einer Gesamtnote von 8,06 durch. Der von Thomas Seierl gezogene Wallach erhielt im Gelände 8,40 und im Springen 8,00.
Bei den sieben- und achtjährigen Pferden gewann Janis 3 mit Claudia Ruschizka. Die von Christian Großholzner gezogene Stute erzielte im Gelände mit 9,50 die höchste Einzelwertung und kam auf eine Gesamtnote von 8,42.

Fizzers Fritz 2 eröffnet die Liste der Fahr-Champions
Die erste Championatsschärpe des Wochenendes ging an Fizzers Fritz 2. Mit Natascha Hudl-Zierfuß im Gespann erreichte das Fahrpferd eine Gesamtnote von 8,56 und sicherte sich damit den Titel des Fahrpferde-Bundeschampions 2026.
Weiterführende Links:
>> Pferdezucht Austria
>> Pferdezentrum Stadl-Paura
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