Le Mans: Emma Smidek reitet in die Top-12 der EM-Kür
Dressur – Zwei Österreicherinnen ritten bei der Pony-Europameisterschaft in Le Mans in der abschließenden Musikkür: Emma Smidek (NÖ) überzeugte mit Glueckskind WE und sicherte sich mit über 71 Prozent bereits ihre zweite Top-12-Platzierung des Wochenendes. Luisa Grundmann (W) und Milky Way PP beendeten das EM-Finale auf Rang 17. Gold ging nach Dänemark.
Nach dem bitteren siebten Platz im Team-Test, in dem das österreichische Trio Rang sechs um lediglich 0,001 Prozentpunkte verpasst hatte, ging es für Katharina Steininger, Luisa Grundmann und Emma Smidek im Einzelbewerb weiter. Dieser wurde über zwei Tage ausgetragen, wobei alle drei rot-weiß-roten Paare bereits am ersten Tag an der Reihe waren.
Katharina Steininger konnte dabei nicht ganz an ihre Leistung aus dem Team-Test anschließen. Im Sattel von Coco Chanel erhielt sie 62,432 Prozent und beendete ihre erste Europameisterschaft auf Rang 43.

Emma Smidek zeigte mit Glueckskind WE eine schöne Runde und verpasste mit 69,946 Prozent nur knapp die 70-Prozent-Marke. Als Siebte der Zwischenwertung und Gesamtzwölfte des Einzelbewerbs qualifizierte sie sich souverän für die finale Musikkür.
Auch Luisa Grundmann und Milky Way PP lösten ein Kürticket. Das Duo belegte mit 67,568 Prozent zunächst Rang 20. Da jedoch maximal drei Paare pro Nation im Finale starten dürfen, rückten die beiden in das Feld der besten 18 nach.
Emma Smidek punktet mit „Diamonds in the Sky“
Die Musikkür der besten 18 Reiter-Pony-Paare fand am Sonntagvormittag (2. August) statt. Als drittes Paar gingen Luisa Grundmann und Milky Way PP ins Viereck. Zu Musik von Bruno Mars zeigten die beiden eine solide Runde leider mit Fehlern, die von den Richter:innen mit 69,370 Prozent und Platz 17 belohnt wurde: „Der Plan in der Musikkür ist nicht ganz aufgegangen, wir hatten einige Unstimmigkeiten, die die Note natürlich gedrückt haben. Trotzdem bin ich sehr glücklich, dass ich mit meinem Milky überhaupt noch ein letztes Mal die Kür reiten durfte und freue mich jetzt auf mein erstes Juniorenjahr!“, fasste Luisa Grundmann die Gefühlslage am Kürtag im EQWO.net-Gespräch zusammen.
Emma Smidek folgte als elfte Starterin. In ihrer erst dritten Musikkür mit „Gluecki“ gelang der 14-jährigen Schülerin eine starke Vorstellung zu 71,670 Prozent. Damit blieb sie nur knapp unter ihrer persönlichen Bestleistung von 71,805 Prozent, die sie im Juni 2026 beim CDI Hagen aufgestellt hatte. Gleichzeitig sicherte sie sich mit Rang zwölf bereits ihre zweite Top-12-Platzierung des Wochenendes.

„Mein Ziel war es, besser zu sein als im Vorjahr“
„Ich hatte ein sehr schönes Gefühl, Gluecki war voll motiviert. Wir hatten ihn am Vortag bewusst nur leicht bewegt, damit er genügend Energie für die Kür hat“, erzählte Emma Smidek im EQWO.net-Gespräch. Trotz eines größeren Fehlers, den sie selbst auf ihre Kappe nehme, sei sie sehr stolz auf ihr Pony: „Er war wirklich brav, obwohl durch die vielen Zuschauer:innen rundherum einiges los war.“
Ihr Ziel sei es gewesen, sich im Vergleich zum Vorjahr zu steigern – und das hat sie mit der Verbesserung von Rang 14 auf zwölf geschafft! „In der Kür habe ich riskiert und es einfach versucht. Dadurch war auch der innere Druck etwas geringer.“ Besonders positiv in Erinnerung bleibt der 14-Jährigen außerdem der Zusammenhalt im österreichischen Team: „Mit den anderen Ponyreiter:innen und auch mit den Voltigierer:innen haben wir uns großartig verstanden und richtig angefreundet.“
Nach der Europameisterschaft darf Gluecki zu Hause zunächst eine Pause mit abwechslungsreichem Spaßprogramm genießen. Anschließend stehen die Österreichischen Meisterschaften auf dem Programm. Den letzten großen Saisonhöhepunkt bilden im Dezember die Aachen Youngsters.


Zwei Medaillen für Dänemark
Gold ging nach Dänemark: Filippa Jaeger Jensen dirigierte Sir Sansibar zu einer neuen persönlichen Bestleistung von 79,960 Prozent und verwies die Siegerin des Einzelbewerbs, Leni-Sophie Gosman (GER), mit Diamantini EA WE auf Platz zwei (78,845 %). Über Bronze jubelte die Dänin Steffanie Victoria Horsted Dyrlund mit Cosmo Callidus NRW (76,125 %). Der Ponyhengst war zuvor bereits unter Lilly Marie Collin (GER) fünfmal Europameister geworden.
Der Championat-Sommer geht in die nächste Runde
Mit der Pony-Europameisterschaft ist das letzte Nachwuchs-Championat der Dressurreiter:innen in diesem Jahr entschieden. In der kommenden Woche richtet sich der Blick nach Verden, wo die Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde ansteht – ehe mit der Weltmeisterschaft in Aachen das große Saisonhighlight wartet.
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