Sopot: Österreich auf Platz 5 im Nationenpreis, Felix Koller Doppelnull
Springreiten – Österreichs neu formiertes Nationenpreis-Team hat beim CSIO4* in Sopot (POL) einen starken Eindruck hinterlassen. Felix Koller (OÖ) führte die österreichische Equipe mit zwei sensationellen Nullrunden auf den starken fünften Rang.
Der Vier-Sterne-Nationenpreis in Sopot (POL) stand erst unter keinem guten Stern. Starke Regenfälle hatten am Vortag zu Bewerbsabsagen geführt und den Boden stark in Mitleidenschaft gezogen. Zur Erleichterung der 14 teilnehmenden Nationen blieb es am Freitag jedoch trocken, sodass dem Vier-Sterne-Nationenpreis nichts mehr im Wege stand.
Equipe-Chefin Angelika May setzte für Österreich auf ein komplett neues Quartett: Dominik Juffinger (T), Wolfgang Ötschmaier (OÖ), Fritz Kogelnig Jr. (K) und Felix Koller (OÖ). Der Modus: Zwei Umläufe über 155 cm, für den zweiten Durchgang qualifizierten sich nur die besten acht Teams des ersten Umlaufs.

Starker Auftritt der österreichischen Nationenpreis-Debütanten
Den Auftakt für Österreich machte Nationenpreis-Debütant Dominik Juffinger. Gemeinsam mit seinem erst neunjährigen Oldenburger-Wallach Neugschwent’s Diamant lieferte er einen starken Ritt mit vier Fehlerpunkten ab. Wolfgang Ötschmaier und Zidane mussten anschließend zwei Abwürfe hinnehmen. Als dritter Reiter ging Fritz Kogelnig Jr. mit dem neunjährigen BG Rio van de Groenhoeve an den Start und beendete seinen Umlauf ebenfalls mit vier Fehlerpunkten. Übrigens auch für die beiden Pferde der allererste Nationenpreis-Einsatz!
Als Schlussreiter lag die Verantwortung bei Felix Koller. Der 29-jährige Oberösterreicher, der bereits Teil des Nationenpreis-Teams in St. Gallen gewesen war, zeigte sich in Sopot selbstbewusst. Mit seiner 13-jährigen Holsteiner-Stute Cossinelle blieb er nicht nur fehlerfrei, sondern setzte in 68,33 Sekunden auch die schnellste Runde des gesamten Teilnehmerfeldes. Im zweiten Umlauf sollte er diese Zeit sogar noch einmal unterbieten!
Mit insgesamt acht Fehlerpunkten qualifizierte sich Österreich gemeinsam mit Irland, Argentinien, Japan, Dänemark, Großbritannien, Italien und Gastgeber Polen für die zweite Runde.



Felix Koller glänzt mit schneller Doppel-Null
Dort präsentierten sich die ersten drei österreichischen Reiter erneut stark. Juffinger, Ötschmaier und Kogelnig Jr. zeigten allesamt gute Runden, mussten jedoch jeweils einen Abwurf hinnehmen. Felix Koller bewahrte als Schlussreiter einmal mehr die Nerven, unterbot seine Bestzeit aus dem ersten Umlauf um knapp zwei Sekunden und blieb in 66,93 Sekunden erneut fehlerfrei. Ein deutliches Ausrufezeichen in Richtung Aachen?


Auch Equipe-Chefin Angelika May zog im EQWO.net-Gespräch eine positive Bilanz: „Ich bin sehr happy. Es war eine neue Mannschaft und das nur eine Woche nach St. Gallen. Insgesamt war das Niveau sehr hoch, und die Bodenverhältnisse waren nach dem starken Regen alles andere als einfach.“ Nächster Stopp: CSIO3*-Nationenpreis von Samorin von 8. bis 12. Juli!
Weiterführende Links:
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