Causa Reich: Pferdesport Deutschland wehrt sich gegen Anschuldigungen
Springreiten – Im Fall der Sperre gegen die österreichische Springreiterin Alessandra Reich gehen die Diskussionen weiter. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung „Pferdesport Deutschland“ widerspricht den Anschuldigungen in der Pressemitteilung der Familie Reich.
EQWO.net hat am 22.5.2026 eine Pressemitteilung der Familie Reich veröffentlicht, in der die Aufhebung der Turnier-Sperre von Alessandra Reich durch das Landesgericht Dortmund thematisiert wurde. Zeitgleich wurde der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, ehemals FN, heute „Pferdesport Deutschland“ vorgeworfen, in „gleich mehrerer Hinsicht über das Ziel hinaus geschossen zu sein“. So soll es keine Anhörung gegeben haben, außerdem wurden Verhältnismäßigkeit und Gleichbehandlung im Vergleich zu anderen, ähnlichen Fällen in Frage gestellt.
Pferdesport Deutschland weist die Anschuldigungen zurück und betont:
„Die Reiterin wurde unmittelbar nach Beschluss über die vorläufige Anhörung angehört. Das entspricht den Regelungen in der LPO, § 930 Ziffer 2. Die Reiterin hat auch Stellung bezogen. Wir hatten im letzten Jahr drei Berufsreiter mit rechtskräftigen vorläufigen Suspendierungen sanktioniert, wegen tierschutzrelevanter Sachverhalte. Eine Verwarnung wurde von unserer Disziplinarkommission im Jahr 2025 in keinem Fall ausgesprochen. Eine isolierte Geldstrafe wurde im Jahr 2025 von unserer Disziplinarkommission ebenfalls nicht ausgesprochen. Insofern entbehren die Ausführungen zur Verhältnismäßigkeit und zur Gleichbehandlung jeglicher Grundlage. […] Vorsorglich weisen wir Sie darauf hin, dass es bislang weder eine abschließende Entscheidung im einstweiligen Verfügungsverfahren noch im Disziplinarverfahren gibt.“
Weiterführende Links:
>> Alessandra Reich für 3 Monate gesperrt
>> Landgericht Dortmund stoppt FN-Sperre gegen Alessandra Reich
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