CSIOY Stücklerhof: Nationenpreis ohne Glück, Siege im Grand Prix
Springreiten – Das erste Nachwuchs-CSIO in St. Margarethen ist Geschichte! Dieses Mal leider ohne Nationenpreis-Sieg, dafür mit zwei Einzelsiegen im EY-Cup durch Tobias Pfingstl (T) und Lena Binder im U21-Grand-Prix.
Nach Lamprechtshausen und Linz fand das österreichische CSIO Youth heuer erstmals auf dem Stücklerhof in St. Margarethen (K) statt. Für Österreich waren bei den Junioren und den Young Riders Team am Start. Auch wenn die Siegesserie der rot-weiß-roten U21-Reiter:innen heuer riss, wurde es immerhin Rang zwei von drei angetretenen Nationen:
Lena Binder (0/4 FP.), Emilie Spranz (12/4 FP.), Tobias Pfingstl (14/16 FP.) und Antonia Weixelbraun (4/0 FP.) hatten mit 20 Fehlerpunkten zwei Abwürfe zu viel für Italien 1, hielten aber Italien 2 mit 38 Fehlerpunkten auf Abstand.
Die österreichische Juniorenteam bestehend aus Julia Hantke (12/4 FP.), Jana Wurm (6/4 FP.), Raphaela Weixelbraun (9/0 FP.) und Anna Plautz (8/0 FP.) musste sich beim Heim-CSIO mit zu vielen Abwürfen und Rang fünf von fünf angetretenen Nationen geschlagen geben. Der Sieg ging wie bereits bei den Young Riders nach Italien, die mit mit 21 Fehlerpunkten die langsamereren Niederländern mit derselben Punkteanzahl schlagen konnte.
EY-Cup in österreichischer Hand
Bereits am Freitag nach der Qualifikation des European Youngster Cups wurde die österreichische Hymne gespielt. Lena Binder (W) und ihr zehnjähriger Wallach Vagabond AMB waren über 140 cm zu schnell für die 14-köpfige Konkurrenz. Mit einer fehlerfreien Runde in über drei Prozentpunkten Vorsprung sicherte sich die Wienerin den Sieg.
In der Entscheidung am Samstag hatte dann Teamkollege Tobias Pfingstl (T) – in der Quali noch auf Rang sechs – die Nase vorn! Als einer von drei Reiter:innen pilotierte er den 13-jährigen Idiaal Special H.J. im Grundumlauf fehlerfrei ins Ziel. Im Stechen behielt der 18-jährige dann die Nerven und sicherte sich mit knapp zwei Sekunden Vorsprung den Sieg. Ein ganz besonders emotionaler Sieg, wie er im EQWO.net-Gespräch erzählt:
„Ich bin Idiaal ungefähr drei Jahre nicht geritten, nachdem ich mit 15 meine erste Fünf-Sterne-Platzierung mit ihm feiern durfte. In der Zwischenzeit konnte ich mich reiterlich weiterentwickeln und er unter meinem Papa weltweit mehrere Grand Prixs gewinnen. Dass jetzt unser erstes gemeinsames Turnier nach fast drei Jahren mit einem Sieg endet, bedeutet mir unglaublich viel. Ich bin unendlich dankbar, ein Pferd wie Idiaal reiten zu dürfen!“
Die Frage, ob wir die beiden in Zukunft nun öfter gemeinsam auf Turnieren sehen werden, beantwortete der 20-jährige so: „Wir werden sicher einen guten Plan finden, damit sowohl mein Papa als auch ich weiterhin von Idiaals außergewöhnlichen Qualitäten profitieren können.“
Antonia Weixelbraun (S) belegte auf Chaloubet mit einem Abwurf im Grundparcours Rang vier, Lena Binder und Vagabond AMB mussten sich mit acht Fehlerpunkten und Rang sechs zufrieden geben.
Lena Binder gewinnt Großen Preis der Young Rider
Aber es wäre nicht Lena Binder, wenn sie das täte! Deshalb hieß es im Großen Preis des CSIOs am Finaltag Sonntag noch einmal alles geben. Im Sattel ihres erst neunjährigen Holsteiner-Wallachs Linus legte sie es im Grundumlauf mit einer sicheren Runde strategisch gut an. Die 21-jährige Wienerin schaffte es, wie auch ihre Teamkolleginnen Emilie Spranz (B) und Jasmin Pirker (ST), fehlerfrei ins Stechen. Dort zündete sie mit Linus den Turbo und galoppierte als schnellste ins Ziel! Spranz und Pirker komplettierten das starke rot-weiß-rote Ergebnis mit den Rängen vier und sieben.

Anna Plautz Grand-Prix-Zweite
Im Großen Preis der U18-Reiter:innen blieb keines der 21 angetretenen Paare fehlerfrei. Maja Petes aus Ungarn war die einzige ohne Abwurf, und durfte sich mit zwei Zeitfehlern sensationell über den Sieg freuen. Anna Plautz (S) lieferte auf ihrem Lino P den schnellsten Vier-Fehler-Ritt und holte Platz zwei. Und Jana Wurm (S) pilotierte Nathan der Weise auf Rang vier!
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