Lisa Wernitznig und Katharina Haas beeindrucken bei OEPS-Nachsichtung
Dressur – Anfang der Woche fand am Gutenhof (NÖ) die kommissionelle Nachsichtung des Österreichischen Pferdesportverbandes statt. In der großen Tour machten dabei zwei Paare ganz besonders auf sich aufmerksam: Lisa Wernitznig (K) mit Superb und Katharina Haas (OÖ) mit Davidoff RSM.
Eine solche kommissionelle Sichtung fand heuer erstmals anstatt des zweiten Sichtungsturniers statt und war die Idee der bisherigen Dressurreferentin Dr. Uschi Barth. Gleichzeitig war es auch ihr Abschied, da sie ihr Ehrenamt nach der OEPS-Wahl Ende April zurücklegte (EQWO.net berichtete). Insgesamt sind neun Paare von Pony bis Grand Prix angetreten. Als Richter:innen waren Elisabeth Hudec-Semeleder, Markus Jungwirth und Elke Ebert aus Deutschland vor Ort.
In der Großen Tour stellten sich insgesamt drei Reiter:innen der Sichtung. Die gebürtige Kärntnerin Lisa Wernitznig reiste mit der Hannoveraner-Stute Superb von Rheinberg (GER) nach Niederösterreich. Für den ausdrucksstarken Grand Prix der beiden gab es glatte 71 Prozent und damit ein mehr als deutlich positives Sichtungsergebnis. Chefin Isabell Werth, die die beiden begleitet hat, war hochzufrieden! Wann das internationale Debüt des Paares erfolgen soll, ist derzeit noch offen und wird von Wernitznig in Abstimmung mit ihrer Tätigkeit als Bereiterin entschieden.



© EQWO.net | Petra Kerschbaum
Ebenfalls überzeugen konnte Katharina Haas (OÖ) mit ihrem neuen Pferd Davidoff RSM, einem zehnjährigen Mecklenburger-Schimmel v. Daily Deal. Das Paar hatte zuletzt den nationalen Grand Prix in Gerasdorf gewonnen und war auch bei der Nachsichtung auf bestem Weg, die 70-Prozent-Marke zu knacken. Dann zeigte Kathi Haas statt starkem Galopp Zweierwechsel, das bedeutete zwei Prozentpunkte Abzug für Verreiten. Dennoch erhielt die 33-jährige Oberösterreicherin starke 68,467 Prozent und damit ebenfalls ein positives Sichtungsergebnis. Gleichzeitig bringt sie sich damit auch in Stellung für mögliche WM-Tickets – es wäre ihr erstes Championat in der Allgemeinen Klasse.


© EQWO.net | Petra Kerschbaum
Komplettiert wurde das Starterfeld der Großen Tour von Jonas Frick (W). Der Reiter stellte seine 19-jährige Juno erstmals auf diesem Niveau vor. Bis 2025 waren die beiden in der Altersklasse U25 erfolgreich. Mit 66,233 % verpasste das Paar die geforderte 67-Prozent-Hürde nur knapp.
Zweites U25-Pferd für Anna Schwarzlmüller-Kröpfel
Auch im U25-Lager gab es erfreuliche Ergebnisse. Anna Schwarzlmüller-Kröpfel (OÖ) präsentierte den 17-jährigen Westfalen-Wallach Dejaron, der früher unter Katharina Haas erfolgreich war, souverän in der Prüfung. Mit 67,500 % übertraf die Reiterin die geforderte Marke von 66 % klar und darf damit künftig bei CDI-Turnieren im Ausland an den Start gehen.


Fanny Jöbstl (ST) holte am Gutenhof jenes Sichtungsergebnis nach, das sie aufgrund der Verletzung ihres Pferdes Elastico bei der Siegerehrung in Stadl-Paura hatte auslassen müssen. Mit 72,368 % erzielte sie die Tageshöchstnote der gesamten Sichtung.
Darüber hinaus konnte sich Juniorin Valentina Altenhuber mit ihrem 15-jährigen KWPN-Wallach Good Hope für internationale Turniere im Ausland empfehlen. Für CDI-Starts im Inland qualifizierte sich außerdem Helena Windisch mit Helios B. Das Paar erhielt im Pony Team Test 65,641 Prozent.



Dressurreferentin Dr. Uschi Barth zog nach der erstmals ausgetragenen kommissionellen Nachsichtung ein positives Fazit: „Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Tag. Es hätten zwar mehr Reiter:innen sein können, aber es waren durchwegs schöne Ritte. Jetzt ist alles gerichtet, und die Reiter:innen und Pferde können loslegen!“




Weiterführende Links:
>> Ergebnisliste
>> Nach OEPS-Wahl: Generalsekretär und Dressurreferentin nicht mehr im Amt
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