Weltcup-Finale: Bettina Kendlbacher auf Platz 11 im Grand Prix
Dressur – Bettina Kendlbacher (ST) und Broadmoars Don Alfredo AWÖ feierten in Fort Worth, Texas (USA) beim Weltcup-Finale ihr Debüt mit 68,196 % und Platz elf. Der Sieg ging wie erwartet an Becky Moody (GBR) auf Jagerbomb.
Österreich war heute Nacht erstmals seit acht Jahren wieder beim Weltcup-Finale der Dressur vertreten. Bettina Kendlbacher (ST) und ihr 13-jähriger AWÖ-Wallach Broadmoars Don Alfredo kamen als sechstes Starterpaar in die spärlich gefüllte Dickies Arena. Es galt den bis dahin führenden Julio Mendoza Loor (ECU) auf Jewel‘s Goldstrike zu schlagen. Das Eröffnungspaar hatte glatte 72 % bekommen. Und so begannen auch Kendlbacher und „Fredi“!
Einreiten und Halt gelangen, der Live-Score startete bei über 72 %. Auch die Trabtraversalen waren einwandfrei und fließend, die internationalen Kommentatoren zeigten sich von der Mechanik des Fuchses aus der Zucht von Alfred Leser begeistert. Im starken Trab zog er schön nach vorne, in den Piaffen kam Don Alfredo dann leider nicht diagonal. Insgesamt war die Runde ohne groben Patzer und sehr korrekt durch die 37-jährige Steirerin ausgeführt. Höhepunkte waren die gut gerittenen Übergänge, eine taktsichere sowie ausdrucksstarke Passage in der gesamten Prüfung und eine sehr gelungen Rechtspirouette im Galopp. Auch die Serienwechsel waren im Takt und stets durchgesprungen.




Gegenüber dem OEPS meinte Bettina Kendlbacher, dass sie mit der Runde sehr zufrieden sei: „Ich glaube, dass mir unterm Strich der starke Schritt die Top-Ten vielleicht sogar auch die Top-Acht gekostet hat.“
Zur Erklärung: Heute dehnte sich Don Alfredo im Schritt zwar schön in die Hand, zeigte aber leider keinen idealen Viertakt. Die Richter:innen vergaben zwischen 4,5 und 6 und das rot-weiß-rote Duo verlor im Live-Score gut zwei Prozent.
Am Ende fehlten mit 68,196 % nur 0,76 % auf Morgan Barbancon (FRA) und den 20-jährigen Sir Donnerhall II OLD auf Rang acht. Die gute Nachricht: Alle Teilnehmer:innen erhalten in der Grand Prix Freestyle eine neue Chance. Also Let’s go Bettina und Fredi! 😀
Favoriten-Sieg für Becky Moody und Jagerbomb
Das am Papier stärkste Paar setzte sich im Grand Prix souverän gegen die Konkurrenz durch: Die Britin Becky Moody (GBR) scorte mit ihrem selbstbezogenen Dante-Weltino-Nachkommen Jagerbomb 76,761 % und hielt den US-amerikanischen Aufsteiger Christian Simonson auf Indian Rock (75,413 %) auf Abstand. Beide Paare haben jedoch Luft nach oben, so dass die Kür für die Olympia-Achte keine „gmahde Wiesn“ ist, wie man auf österreichisch sagen würde. Platz drei ging an den Sieger der Saison 2023/24, Patrik Kittel (SWE) auf Touchdown. Auch er ist in der Musikkür immer für eine große Steigerung gut!
Samstag auf Sonntag Nacht geht es in der Grand Prix Kür für alle 16 Paare um den Sieg im Weltcup-Finale 2025/26.
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>> Weltcup-Finale: Bettina Kendlbacher mit Startnummer 6 im Grand Prix
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