Isabell Werth muss den „Road to Rio“ ohne ihre Spitzenpferde gehen

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Isabell Werth muss den „Road to Rio“ ohne ihre Spitzenpferde gehen

Die deutsche Dressurqueen Isabell Werth muss im Jahr der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (BRA) ohne ihre beiden Spitzenpferde Don Johnson FRH und Bella Rose auskommen. Don Johnson hatte sich im März in seiner Box verletzt (EQWO.net berichtete) und war bereits für das Weltcupfinale in Göteborg ausgefallen. Bella Rose bestritt ihr letztes Turnier im November 2014 in Stuttgart, nachdem sie zuvor bei der WM in Caen durch eine Verletzung ausfiel.

Isabell Werth muss für Rio auf Don Johnson FRH (Bild) und Bella Rose verzichten. © Michael Graf
Isabell Werth muss für Rio auf Don Johnson FRH (Bild) und Bella Rose verzichten. © Michael Graf

Auf ihrer Website schrieb Isabell Werth dazu folgendes Statement:

Um allen Spekulationen vorzubeugen: Heute muss ich leider mitteilen, dass vorläufig weder Bella Rose noch Don Johnson in den Turniersport zurückkehren können. Don Johnson wird noch etwa drei bis vier Monate Zeit benötigen, bis seine Verletzung voll auskuriert ist und er wieder im Spitzensport an den Start gehen kann. Und Bella Rose hat noch nicht wieder die notwenige Stabilität und Konstanz erreicht, die für den Turniersport notwendig sind. Für mich ist das eine riesige Enttäuschung, zumal beide Pferde auf einem hoffnungsvollen Weg waren.

Ich habe mich zu dieser klaren Mitteilung entschlossen, um alle Nachfragen zu vermeiden. Ich werde keine weiteren Äußerungen zu dieser Thematik machen. Die Enttäuschung ist groß und trifft mich sehr. Ich hoffe, dass jeder dafür Verständnis hat. Die Entscheidung steht und musste jetzt getroffen werden, damit ich den Kopf und das Herz frei für die kommenden Turniere und die olympischen Qualifikationen haben kann.

Ich werde nun mit Emilio und Weihegold OLD, mit voller Unterstützung meiner Bereiterin Beatrice Buchwald, die olympischen Qualifikationen bestreiten. Mit diesen beiden Pferden habe ich zwei großartige Pferde zur Verfügung, die sich hoffentlich weiter so im Sport beweisen werden wie bei den vergangenen Turnieren. Auf die Herausforderung mit diesen beiden Pferden werde ich mich jetzt voll konzentrieren.

Wir, alle Beteiligten rund um die Pferde und ich, bedauern sehr, dass es so gekommen ist. Aber wir sind auch alle lange genug im Pferdesport, um zu wissen, dass der Sport mit Pferden nur bedingt planbar ist. Wir werden alles daran setzen, Don Johnson und Bella Rose wieder in erstklassiger Verfassung in den Sport zurückzubringen. Aber wir werden uns jetzt auch mit ganzem Herzen auf die olympischen Qualifikationen mit Emilio und Weihegold konzentrieren. Beide Pferde stehen seit mehreren Jahren in meinem Stall. Beide Pferde wurden mir von ihren Besitzern – Emilio von meiner langjährigen Mäzenin Madeleine Winter-Schulze und Weihegold von dem Ehepaar Arns-Krogmann – zur sportlichen Förderung anvertraut. Und beide wurden hier zur Grand Prix-Reife ausgebildet. Ich bin sehr glücklich, mit diesen beiden wunderbaren Pferden zwei olympische Optionen zur Verfügung zu haben. Wir werden nun gemeinsam den Weg in Richtung Rio gehen und versuchen, unsere Chancen zu nutzen.

Dass Isabell Werth nun auch Weihegold OLD in Betracht für Rio 2016 zieht, ist ein wenig überraschend. Immerhin kommentierte sie den heiß diskutierten Start mit dem Pferd ihrer Bereiterin Beatrice Buchwald in Amsterdam im Jänner noch mit den Worten: „Von langfristigem Reiterwechsel ist ja keine Rede, aber es wird das erste Mal Kür für Weihegold sein und wir halten es für eine absolut sinnvolle Maßnahme, wenn ich das Pferd mit meiner Erfahrung am Anfang unterstütze.“

Quelle: isabell-werth.com

Dieser Text wurde von EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net verfasst und ist KEINE Pressemitteilung. Das Kopieren des Text- und Bildmaterials ist nicht gestattet.