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Startseite News Grauzone: Turniertraining
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Grauzone: Turniertraining

  • Mai 13, 2020
Von 15.-17. Mai heißt es im Magna Racino in Ebreichsdorf (NÖ) wieder "Parcours frei!" Allerdings nicht in weißen Reithosen, denn aufgrund der Corona-Krise darf kein Turnier stattfinden, sondern nur ein Turniertraining. Am Foto: Lisa-Maria Räuber und Cuyano. © Marion Berg Photos
Von 15.-17. Mai heißt es im Magna Racino in Ebreichsdorf (NÖ) wieder „Parcours frei!“ Allerdings nicht in weißen Reithosen, denn aufgrund der Corona-Krise darf kein Turnier stattfinden, sondern nur ein Turniertraining. Am Foto: Lisa-Maria Räuber und Cuyano. © Marion Berg Photos
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Pferdesport-News | Julia Rejlek, RMB – Bereits am kommenden Wochenende (15.- 17. Mai) lädt das Magna Racino in Ebreichsdorf (NÖ) zu einem Turniertraining im Springparcours ein. Zwar warnte OEPS-Präsidentin Elisabeth Max-Theurer vor turnierähnlichen Veranstaltungen, doch das Magna Racino hat eine behördliche Erlaubnis der Bezirkshauptmannschaft Baden eingeholt und darf diese turnierähnlichen Trainingstage durchführen. Selbstverständlich unter Einhaltung aller Schutzbestimmungen. Könnte das endlich der Door-Opener für das heißersehnte Reiten unter Turnierbedingungen sein?

Von 15.-17. Mai heißt es im Magna Racino in Ebreichsdorf (NÖ) wieder "Parcours frei!" Allerdings nicht in weißen Reithosen, denn aufgrund der Corona-Krise darf kein Turnier stattfinden, sondern nur ein Turniertraining. Am Foto: Lisa-Maria Räuber und Cuyano. © Marion Berg Photos
Von 15.-17. Mai heißt es im Magna Racino in Ebreichsdorf (NÖ) wieder „Parcours frei!“ Allerdings nicht in weißen Reithosen, denn aufgrund der Corona-Krise darf kein Turnier stattfinden, sondern nur ein Turniertraining. Am Foto: Lisa-Maria Räuber und Cuyano. © Marion Berg Photos

In großen Lettern und in roter Schrift prangt seit Mitte März unter jedem Turnier auf der OEPS-Homepage: ABSAGE. Begründung: Coronavirus. Viele Veranstalter haben über die behördlichen Auflage bis Ende Juni hinaus, ihre Turniere für den Sommer bereits ebenfalls gecancelt. Turniere ohne Zuschauer und mit strengen Sicherheitsmaßnahmen rentieren sich finanziell nicht. Daher wird nach Alternativen gesucht. Der SRC Lamprechtshausen, Salzburg, lud bereits zu Trainingstagen mit Christian Juza ein, das Magna Racino veranstaltet neben Kursen nun auch ein sogenanntes Turniertraining.

Auf zum Turnier(-Training)?!
Ein Turniertraining über drei Tage, das einem Springturnier ziemlich nahe kommt. Es gibt eine Trainingsgebühr, alle Bewerbe sind im Live-Stream via Magna Racino TV mitzuverfolgen. Einer Anmeldung per Email, muss eine telefonische „Einschreibung“ folgen. Die Teilnehmer können ihre Pferde in Boxen am Gelände unterbringen, Bewerbe von 85 cm bis 1,40 m sind ausgeschrieben. Das alles kommt einem „Turnier“ nahe, wenn da nicht eine anderthalb-seitige Anweisung zu diversen Sicherheitsvorkehrungen wäre.

Corona-Vorkehrungen
So findet das Turniertraining im Magna Racino laut Einladung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Neben Aktiven, dürfen nur Pfleger und Trainer das Gelände betreten. Außerdem muss der Sicherheitsabstand von zwei Metern gegenüber anderen Menschen gegeben sein. Auch am Abreiteplatz gelten strenge Regeln: nach den OEPS-Empfehlungen dürfen max. sechs Pferd-Reiterpaare auf einem Vorbereitungsplatz trainieren (ein Reiter pro 200 m²). Das Magna Racino stellt daher vier Vorbereitungsplätze zur Verfügung. In den Stallungen, sowie in den Sanitäranlagen gelte Maskenpflicht.

Deutschlands erstes Geisterturnier in Corona-Zeiten erntet Lob & Kritik. © Facebook "Der Montagsclub e.V."
Deutschlands erstes Turnier mit Maske vergangene Woche (30. April bis 3. Mai) erntete Lob & Kritik. © Facebook „Der Montagsclub e.V.“

OEPS-Präsidentin „warnt“ vor privaten Veranstaltungen
Vergangene Woche veröffentlichte der OEPS einen offenen Brief bzw. Appell von Präsidentin Elisabeth Max-Theurer. Dabei betonte Frau Max-Theurer, dass die Lockerungen im Reitsport vor allem dem guten Gesprächsklima zwischen den Ministerien, Behörden und dem Verband zu verdanken seien. Wie sehr sich alle eine Normalität wünschen würden, könne sie sehr gut nachvollziehen, „gleichzeitig müssen wir aber alle bestrebt sein, die Vorgaben der Regierung zu erfüllen, um ein Wiederaufflammen der Corona-Pandemie zu verhindern. Also bitte ich Sie alle noch um etwas Geduld! Mein Appell weiterhin durchzuhalten richtet sich insbesondere an alle Funktionäre, Sportlerinnen und Sportler. Ich warne vor allfälligen privaten Aktivitäten, wie zum Beispiel turnierartige Veranstaltungen, die das bisher Erreichte gefährden könnten.“, sagt die Präsidentin weiters.

Behördliche Erlaubnis
Das Magna Racino reagierte daraufhin auf „die vielen Anfragen“ und veröffentlichte eine Bestätigung zum Turniertraining durch die Bezirkshauptmannschaft Baden.

„Nach Prüfung der Angelegenheit teilt die Bezirkshauptmannschaft Baden (Fachgebiet Polizei) mit, dass gegenständlich von einer erlaubten Veranstaltung im Sinne des § 10 der COVID-19-Lockerungsverordnung auszugehen ist. Es nimmt jeder Teilnehmer sein Training unabhängig von den anderen Teilnehmern wahr und es kommt dabei nicht zu einer Zusammenkunft von mehr als 10 Personen. Die Sportausübung ist unter den Voraussetzungen des § 8 Abs. 3 der COVID-19-Lockerungsverordnung erlaubt: Die Reitanlage darf zu diesem Zweck betreten werden, der Abstand von mindestens 2 Metern ist gegenständlich gewährleistet.“, heißt es darin.

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Rückkehr zur Normalität
„Unter der Voraussetzung, dass wir selbstverständlich alle Vorschriften einhalten, wollen wir langsam wieder in die Normalität zurückkehren. Deshalb wollen wir den Nachfragen der Reiter nachkommen und ein Training unter Turnierbedingungen austragen.“, so Sabrina Schellenbauer, die für das Veranstaltungswesen im Pfedesportpark Magna Racino verantwortlich ist, im Telefonat mit EQWO.net.

Moralisch verwerflich oder Unterstützung der Veranstalter?
Dürfen wir also unserem Sport so normal wie möglich nachgehen, und damit auch den großen Veranstaltern sowie allen Gewerken die hier ebenfalls ihre Berufsbasis haben, über diese Zeit hinweghelfen? Oder ist es moralisch verwerflich, „das bisher Erreichte zu gefährden“? Vergangene Woche gab es von zwei großen Pferdesport-Magazinen heftige Kritik an einem Geisterturnier für Berufsreiter in Deutschland, EQWO.net berichtete. Kann man das vergleichen?

Für den Otto-Normal-Reiter ist es nicht mehr ganz ersichtlich, was denn nun zu tun bzw. erlaubt ist. Verband und Behörden sind sich offenbar nicht einig in der Umsetzung der Lockerungen, keiner weiß, wie groß das Risiko einer Covid-19-Verbreitung auf einer solchen Pferde-Veranstaltung ist.

Wir sind gespannt, wie die Trainingstage ankommen und werden weiter berichten.

Dieser Text wurde von EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net verfasst und ist keine Pressemitteilung. Das Kopieren des Text- und Bildmaterials ist nicht gestattet.

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