Sophie Hinners gewinnt Großen Preis von Wien, Rhomberg Siebte
Springreiten – Die LGCT-Etappe 2026 von Wien ist Geschichte! Zum zweiten Mal gewinnt mit Sophie Hinners (GER) eine Frau den Großen Preis von Wien. Im Sattel ihrer Iron Dames Combella war sie im Stechen der besten acht Reiter:innen nicht zu biegen. Österreichs Top-Reiterin Katharina Rhomberg (V) platzierte sich nach einem Abwurf im Stechen auf Rang sieben.
Der Grundkurs des „LGCT Grand Prix of Vienna“ über 1,60m war mit 13 Hindernissen, 16 Sprüngen und einer erlaubten Zeit von 84 Sekunden super anspruchsvoll: „Der Platz ist relativ klein, es geht ein wenig bergauf und bergab, das macht es zusätzlich schwer.“, erklärte Katharina Rhomberg im Interview.
Die 32-jährige Vorarlbergerin erzielte mit ihrem Olympia-Pferd Colestus Cambridge und Startnummer sieben die erste fehlerfreie Runde! Und das sollte bis zum 26. Starterpaar auch so bleiben. Erst die Belgierin Gudrun Patteet fixierte mit dem zweiten Nuller ein Stechen.
Insgesamt schafften acht der 40 angetretenen Reiter:innen das abschließende Stechen zu erreichen. Neben Rhomberg und Petteet, durften Yuri Mansur (BRA), Abdel Said (BEL), Olivier Philippaerts (BEL), Sophie Hinners (GER), Peder Fredricson (SW) und Tim Wachmann (IRE) um den Sieg reiten.
Rhomberg eröffnet Stechen
Kathi Rhomberg musste als erste Null-Reiterin auch als erste ins Stechen. Die Aufgabe war klar: Eine schnelle Nullrunde. In der ausverkaufte Arena hätte man die sprichwörtliche Stecknadel hören können. Leider war das Glück im Stechen nicht mehr auf Kathis Seite. Ein Abwurf – sprich vier Fehlerpunkte. Dennoch Riesen-Applaus!



Gudrun Patteet (B) zeigte mit ihrem Sea Coast Qarvaljo d’Or die erste Nullrunde in 44.99 Sekunden. Aber die Zeit hielt nicht lange. Olivier Philippaerts (BEL/44.86 Sek.) mit Hipster SV war ebenfalls fehlerfrei und sogar noch schneller, ebenso wie Peder Fredricson (SWE/43.60 Sek.) mit Alcapone des Carmille. Doch niemand kam an die frisch gebackene Team-Weltmeisterin Sophie Hinners (GER/43.13 Sek.) auf der zwölfjährigen Stute Iron Dames Combella heran!
Für die Iron-Dames-Teamreiterin ist es bereits der dritte Grand-Prix-Sieg des Jahres, der zweite LGCT-Etappensieg: CSI5* Miami – CSI4* Valkenswaard – CSI5* Wien.


Siegerehrung mit Opern-Überraschung
Ihr war damit ein Preisgeld von exakt 101.838 Euro sicher, sowie der Einritt zu einer Siegerehrung der ganz besonderen Art. Ein Opernsänger präsentierte mit einem Kinder-Chor das berühmte „Nessun dorma“ und sorgte für Gänsehaut.
Babanitz, Obernauer & Kühner mit Abwürfen
Die drei weiteren Österreicher:innen hatten im Grundumlauf Abwürfe und verpassten damit das finale Stechen:
Bianca Babanitz (B) startete mit ihrem WM-Pferd I Will be Famous stark in den Grundumlauf. Gegen Ende war der Wurm drin – 15 Fehlerpunkte. Christoph Obernauer (T) und Kleon’s Renegade zeigten eine solide Runde, mit zwei unglücklichen Abwürfen – acht Fehlerpunkte.


Schlussreiter Max Kühner (T) präsentierte Vivo de Muze PS in seinem allerersten Fünf-Sterne-Grand-Prix. Der zehnjährige Oldenburger-Wallach zeigte tolle Sprünge, leider mit einem Abwurf an einem Steilsprung auf der letzten Linie. Mit vier Fehlerpunkten verpasste der GCT-Paris-Sieger das Stechen.



Das CSI5* Schönbrunn findet kommendes Jahr von 23.-26. September 2027 statt.
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