Neue „Premier Jumping League“ mischt 2027 Springreit-Welt auf
Springreiten – 300 Millionen US-Dollar Preisgeld in den ersten drei Jahren, 16 Teams und 14 internationale Stationen: Mit der Premier Jumping League (PJL) soll 2027 eine neue globale Springreitserie an den Start gehen. Auch Österreichs Topreiter Max Kühner und Katharina Rhomberg zeigen Interesse. Und während die neue Liga auf den internationalen Markt drängt, gastiert die Global Champions Tour dieser Tage vor dem Schloss Schönbrunn.
Im internationalen Springreiten zeichnet sich eine neue Konkurrenz zur etablierten Global Champions Tour ab: Die Premier Jumping League (PJL) soll ab 2027 mit einem neuen Team- und Geschäftsmodell in den internationalen Spitzensport einsteigen.
Das Konzept ist ambitioniert. In den ersten drei Jahren sind insgesamt 300 Millionen US-Dollar an garantiertem Preisgeld vorgesehen. Die Premierensaison soll im April 2027 beginnen und 16 Teams umfassen, die bei 14 internationalen Events in Europa, Nordamerika und dem Nahen Osten antreten.
16 Teams, 14 Turniere und Rekordpreisgeld
Hinter der neuen Serie steht der US-Unternehmer Frank McCourt, Executive Chairman von McCourt Global. Die „PJL“ möchte Springreiten nicht nur als klassischen Sportwettbewerb, sondern als international vermarktbares Sport- und Entertainmentformat positionieren.
Dabei setzt die Liga auf feste Teams und ein Auswahlverfahren, über das die Reiter den Mannschaften zugeordnet werden sollen. Nach Angaben der PJL sollen zunächst rund 250 Topreiter:innen für die Auswahl berücksichtigt werden. Gleichzeitig soll ein stärkeres wirtschaftliches Modell geschaffen werden, das es Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern ermöglicht, ihren Sport professionell und langfristig auszuüben.
Auch die mediale Aufbereitung soll eine wichtige Rolle spielen. Die PJL arbeitet unter anderem mit der Produktionsfirma Box to Box Films, bekannt für die Formel-1-Dokumentation „Drive to Survive“, zusammen und kündigt eine frei zugängliche TV-Übertragung an.
Spring-reiter.de: Las Vegas, Hamburg & Co.
Die 14 Etappen sollen wie auch bei Jan Tops‘ Global Champions Tour über den ganzen Erdball verteilt stattfinden. Den Beginn soll laut spring-reiter.de in Las Vegas stattfinden. Danach könnten Etappen in Ocala (USA), Kentucky (USA), Quertaro (MEX), Santa Anita Park (USA), St. Tropez (FRA), Peelbergen (NED), Samorin (SVK), Hickstead (GBR), Hamburg (GER), Sotogrande (ESP), Mailand (ITA), Dubai (VAE) und Doha (QAT) folgen.
Max Kühner und Katharina Rhomberg mit Interesse
Für Österreich könnte die neue Serie ebenfalls interessant werden. Max Kühner befindet sich laut aktuellen Berichten bereits in Gesprächen mit der Premier Jumping League. Katharina Rhomberg hat sich für die neue Serie beworben und bekundet Interesse an einer Teilnahme. Damit könnten zwei der derzeit international erfolgreichsten österreichischen Springreiter:innen Teil des neuen Formats werden.
Fixe Teamzuordnungen oder eine endgültige Teilnahme der beiden Österreicher sind derzeit allerdings noch nicht bekannt.
GCT vs. PJL – Wer macht das Rennen?
Dass die neue Premier Jumping League der Global Champions Tour so ähnelt, ist kein Zufall. Frank McCourt ist ein ehemaliger Investor der GCT und stieg nach einem Streit mit Jan Tops um den Wert seiner Anteile wieder aus.
Diese wurden zunächst an die Tennor Group des deutschen Investors Lars Windhorst verkauft, die später insolvent ging, und anschließend an GCT-Gründer Jan Tops weiterveräußert. Dem Verkauf war ein Rechtsstreit über eine Summe von rund 169 Millionen Euro vorausgegangen.
Jetzt kontert der US-Amerikaner mit einer eigenen Tour. Für den internationalen Springsport könnte damit ein neues Kapitel beginnen.
Weiterführende Links:
>> Website PJL
>> Reglement PJL
>> Website GCT
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