FEI Task Force soll Blut-Regeln vereinheitlichen
Pferdesport – Der Weltreiterverband FEI hat eine neue, disziplinübergreifende Horse Condition Task Force ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Überprüfung und mögliche Vereinheitlichung der Regelungen, Protokolle und Sanktionen rund um das Thema „Blut am Pferd“ in allen FEI-Disziplinen.
Hintergrund ist die Forderung mehrerer nationaler Verbände nach einem harmonisierteren Umgang mit Pferdewohl-Themen im internationalen Pferdesport. Bereits bei der FEI-Generalversammlung im November 2025, bei der die neu strukturierten FEI-Springregeln verabschiedet wurden, hatte FEI-Generalsekretärin Sabrina Ibáñez angekündigt, dass die FEI diesen Wunsch aufgreifen werde.
Das FEI Board hat nun die Aufgabenbeschreibung für die neue Arbeitsgruppe genehmigt. Die „Horse Condition Task Force“ wird direkt an das FEI Board berichten und soll bestehende Regelungen in sämtlichen Disziplinen analysieren sowie Vorschläge für einen einheitlicheren Regulierungsrahmen vor, während und nach Wettkämpfen erarbeiten. Über mögliche Regeländerungen würde letztlich die FEI-Generalversammlung abstimmen.
Zu den zentralen Aufgaben der Task Force gehören:
- die umfassende Überprüfung der aktuellen Regelungen zum Thema Blut am Pferd in den allgemeinen und disziplinspezifischen Regelwerken,
- die Identifikation von Widersprüchen und Regelungslücken,
- die Bewertung der bis zum 1. März 2026 eingereichten Regelvorschläge von nationalen Verbänden und weiteren anerkannten Interessengruppen,
- die Standardisierung von Definitionen, Kategorisierungen und Abläufen für FEI-Offizielle bei Blutbefunden am Pferd auf dem Wettkampfplatz,
- sowie die Sicherstellung, dass eine stärkere Harmonisierung den hohen FEI-Standards im Bereich Pferdewohl entspricht und gleichzeitig notwendige Besonderheiten einzelner Disziplinen berücksichtigt.
Die Task Force wird von einem unabhängigen Moderator geleitet. Ihr sollen unter anderem die Vorsitzenden der FEI-Disziplinen und Regionalgruppen, Vertreter des Veterinär- und Athletenkomitees, nationale Verbände, FEI-Offizielle sowie weitere wichtige Interessengruppen angehören.
Generalsekrtärin Ibáñez will Disziplinen-spezifische Regeln vereinheitlichen
FEI-Generalsekretärin Sabrina Ibáñez betonte die Bedeutung eines gemeinsamen Ansatzes: „Wir haben sehr unterschiedliche Disziplinen innerhalb unseres Sports, aber wir verfolgen ein gemeinsames Ziel: das bestmögliche Wohl unserer Pferde und Athleten sicherzustellen. Verletzungen kommen in jeder Sportart vor, doch als Weltverband tragen wir die Verantwortung, diese dort, wo es möglich ist, zu überprüfen, zu reduzieren und zu regulieren – mit klaren Protokollen, Regeln und Sanktionen, die von allen Beteiligten unseres Sports sowie von unseren Millionen Fans verstanden und respektiert werden.“
Weiter erklärte sie: „Wir hoffen, dass diese gemeinsame Task Force mit Vertretern aus allen Bereichen unseres Sports Protokolle und Regelwerke in einer einheitlichen und offenen Weise überprüfen, diskutieren und bewerten kann. Wo möglich, sollen gemeinsame Empfehlungen erarbeitet werden, die anschließend dem FEI Board und letztlich der FEI-Generalversammlung zur Genehmigung vorgelegt werden.“
Die Einladungen zur Mitarbeit wurden bereits verschickt. Die erste Sitzung der Horse Condition Task Force ist für den 29. Juni 2026 geplant. Dann soll auch die vollständige Zusammensetzung der Arbeitsgruppe bekanntgegeben werden.
Weiterführende Links:
>> Mehrheit dafür: FEI beschließt die umstrittenen Blood-Rule-Änderungen
>> Fällt die „Blood Rule“?
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