Weltcup-Finale: Kent Farrington baut Führung aus
Springreiten – Es ist Sieg 2/3 für Kent Farrington (USA) beim Weltcup-Finale in Fort Worth, Texas. Nach einem Pferdewechsel pilotierte er am Freitag auch Stute Greya als Schnellste ins Ziel und baute seine Führung in der Gesamtwertung aus. Doch nur ein Abwurf entfernt hinter ihm lauert Steve Guerdat (SUI).
Kent Farrington (USA) befindet sich beim Longines FEI Jumping World Cup™ Finale weiterhin auf Erfolgskurs: Auch am Freitagabend führte er in der Dickies Arena erneut die Ehrenrunde an.
Nach seinem Sieg in der ersten Wertungsprüfung mit Toulayna sicherte sich der US-Amerikaner auch die zweite Finalprüfung – diesmal im Sattel von Greya. Im Stechen mit sieben Teilnehmern setzte er sich mit einer Zeit von 34,36 Sekunden durch. Eiken Sato (JPN) und Chadellano JRA überraschten mit 34,90 Sek. auf Rang zwei, dahinter platzierte sich Kevin Staut (FRA) mit Visconti du Telman (35,79 Sek.).
Fokus klar auf das Finale
Trotz des zweiten Sieges in Folge blieb Farrington betont ruhig – mit Blick auf die entscheidenden Runden am Sonntag. Nach zwei Bewerben führt er die Gesamtwertung fehlerfrei an und hat einen Abwurf Vorsprung auf den dreifachen Weltcup-Sieger Steve Guerdat (SUI).
„Ich denke schon an das Finale am Sonntag und versuche, Greya gezielt einzuteilen und mein Tempo klug zu wählen“, erklärte Farrington. „Hoffentlich haben wir am Sonntag auch das nötige Glück.“

Zeit wird zum entscheidenden Faktor
In der ersten Runde spielte die erlaubte Zeit eine große Rolle: Rund 20 Prozent der Starter kassierten Zeitfehler. Das führte zu offensiveren Ritten, doch vor allem die Kombinationen im Parcours sorgten für Probleme. Besonders das letzte Element der dreifachen Kombination sowie ein sensibler Plankensprung vor der Schlusskombination verhinderten viele fehlerfreie Runden.
Erst als elfte Starterin gelang Oda Charlotte Lyngvaer (NOR) mit Carabella vd Neyen Z die erste Nullrunde. Kurz darauf folgten weitere fehlerfreie Ritte, sodass sich schließlich sieben Paare für das Stechen qualifizierten – darunter auch Farrington, Guerdat und Staut.
Entscheidung im Stechen
Im Stechen setzten die frühen Starter bereits schnelle Zeiten, doch der Druck blieb hoch. Fehler von unter anderem Katie Dinan (USA), Rene Dittmer (GER) und Guerdat eröffneten Staut die Chance auf eine sichere Runde.
„Meine Stute ist 17 Jahre alt, sie springt großartig, aber ist nicht die Schnellste“, erklärte Staut. „Ich wollte einfach eine solide Runde zeigen.“
Am Ende spielte Farringtons Vorteil eine entscheidende Rolle: die Grundschnelligkeit seiner Stute: „Ich hatte heute einfach das schnellere Pferd“, so Farrington. „Ich bin meine normale Runde geritten – und die war schnell genug für den Sieg.“
Spannung in der Gesamtwertung
Staut verbesserte sich damit auf Rang drei der Gesamtwertung (6 Strafpunkte). Dahinter liegt Sato mit sieben Punkten gleichauf mit Daniel Deusser (GER).
„Ich bin sehr glücklich mit Platz zwei“, sagte Sato. „Neben mir steht einer der schnellsten Reiter der Welt. Mein Pferd springt fantastisch – ich bin stolz, hier zu sein.“

Greya als Schlüssel zum Erfolg
Farrington setzt bei diesem Finale auf zwei Topstuten, wobei Greya aktuell herausragt. Die zwölfjährige Stute gewann bereits zehn Große Preise auf höchstem Niveau, davon sieben allein im Jahr 2025. Farrington begleitet sie seit ihrem siebten Lebensjahr.
„Man braucht Vorstellungskraft und muss an seine jungen Pferde glauben“, erklärte er. „Ich versuche, sie bestmöglich auszubilden und lasse sie dann zeigen, was in ihnen steckt.“
Entscheidung am Sonntag
Das Weltcup-Finale endet am Sonntag, 12. April 2026, mit der dritten und entscheidenden Wertung. Die besten 30 Reiter nach zwei Runden qualifizieren sich für das Finale (ebenfalls mir zwei Runden), das um 12 Uhr Ortszeit beginnt.

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