Amsterdam: Lottie Fry schlägt Isabell Werth
Dressur – Charlotte „Lottie“ Fry (GBR) und Glamourdale waren nach dem Grand Prix mit 89,305 % auch in der Weltcup-Kür von Amsterdam zu stark für Isabell Werth (GER) und Wendy de Fontaine (87,580 %)! Charlotte Dujardin (GBR) und Alive and Kicking schrammten knapp an der 80-%-Marke vorbei und platzierten sich auf Rang sechs.
Das qualitativ hochwertige Starterfeld beim Weltcup-Turnier in Amsterdam (NED) bot das mit Spannung erwartete Duell zwischen Lottie Fry (GBR) auf Glamourdale und Isabell Werth (GER) auf Wendy de Fontaine – die zwei Black Beautys der Szene. Bereits im gestrigen Grand Prix hatte das britische Duo mit genau 80 % im Vergleich zu 79,131 % die Nase vorn.
Auch in der heutigen, (weltcup-punktetechnisch) relevanten Musikkür waren sie nicht zu schlagen. Mit den – wie bereits in London – stark verbesserten Piaffen hat der 15-jährige KWPN-Hengst (Lord Leatherdale x Negro) keine wirklichen Schwächen und erhielt technisch zwischen 79,750 und 84,750 %. Die Höchstnote 10 gab es von unterschiedlichen Richter:innen für den starken Galopp sowie für Harmonie, Choreografie und Musik. Insgesamt konnte Fry mit ihrem „Glammie“ die Prüfung mit 89,305 % für sich entscheiden:
„Normalerweise bin ich vor Wettkämpfen nicht nervös, aber heute habe ich nach meiner Prüfung doch ein paar Nerven gespürt – in dem Wissen, dass Isabell und Becky noch an den Start gingen“, sagte Fry. „Ein so starkes Starterfeld gibt mir nur zusätzliche Motivation. Es sorgt dafür, dass man sein Niveau noch einmal anhebt. Ich vertraue Glammie komplett. Und wenn das Publikum für das Paar vor uns laut wird, hat er überhaupt kein Problem damit, in eine Arena wie diese einzureiten. Im Gegenteil – er liebt es sogar. Er liebt es, sich zu präsentieren. Wir finden jetzt wirklich die richtige Balance zwischen all dieser Power und genug Entspannung.“
Als Titelverteidigerin aus dem Vorjahr ist die Britin für das Finale in Forth Worth, Texas (USA), ohnehin qualifiziert und könnte ihre Musikkür zu „Fly, fly away“ Wirklichkeit werden lassen.



Isabell Werth (GER) pilotierte die zwölfjährige Wendy de Fontaine zu 87,580 % und musste – wie so oft bei der Sezuan-Tochter – Fehler in den Zweierwechseln verschmerzen. Aber auch im versammelten Schritt gab es Einbußen (6–7). Höchstnoten gab es für die Piaffen sowie in einigen Schlussnoten:
„Nach Frankfurt und Basel hatte ich das Gefühl, dass Wendy und ich noch ein paar Dinge feinabstimmen müssen, deshalb habe ich mich entschieden, sie hier zu reiten“, erklärte Werth im Interview. „Wir haben in den letzten beiden Turnieren sehr viel gelernt, und ich spüre deutlich, wie sie immer mehr Kraft und Muskulatur aufbaut. Die Galopparbeit war heute bereits besser als beim letzten Mal, aber ganz da sind wir noch nicht.“

Moody, Kittel & van der Putten knacken die 80%-Marke
Das Podium wurde vervollständigt von Becky Moody (GBR) und dem zwölfjährigen Dante Weltino-Sohn Jagerbomb. Das Paar hatte eindeutige Höhepunkte in der Galopptour und erhielt vom Richterkollegium 85,310 %. Mit Fry, Werth und Moody auf den Plätzen 1,2 und 3, war das Podium übrigens das gleiche wie im Vorjahr. Damals hatte sich Becky Moody jedoch vor Isabell Werth und DSP Quantaz Platz zwei geschnappt.

Platz vier ging nach Schweden: Patrik Kittel (SWE) und Touchdown scorten 81,880 %, Fünfte wurde Marieke van der Putten (NED/80,185 %) mit Zantana RS2 OLD N.O.P.
Charlotte Dujardin wird Sechste
Charlotte Dujardin (GBR), die nach ihrer Sperre mit dem Weltcup-Turnier in Amsterdam endgültig zurück im internationalen Turniergeschehen angekommen ist, stellte Alive and Kicking vor, die sich im Besitz der Österreicherin Ulrike Bachinger befindet. Sie verpassten mit 79,955 % knapp die 80-%-Marke und platzierten sich auf Rang sechs.
23-jähriger Moritz Treffinger reitet zu Personal Best
Hinter Larissa Pauluis (BEL/78,890 %) und Flambeau auf Platz sieben war die Freude beim 23-jährigen Deutschen Moritz Treffinger riesig – und das zu Recht! Er pilotierte Gestüt Bonhommes Fiderdance OLD sensationell zu einem Personal Best von 78,660 %. Diesen Score konnte selbst „Fidels“ vorherige Ausbildnerin, die Olympiateilnehmerin Simone Pearce (AUS), mit dem Fuchs in keiner Musikkür knacken.
Zwischenranking: Kendlbacher ex aequo mit Treffinger & Werth
Das Weltcup-Ranking der westeuropäischen Liga führt weiterhin Raphael Netz (GER) mit 58 Punkten vor Larissa Pauluis (BEL/59 P.) an. Aktuell matcht sich Bettina Kendlbacher (ST) sowohl mit Moritz Treffinger als auch mit Isabell Werth auf Rang acht. Alle drei halten bei 40 Weltcuppunkten. Insgesamt werden neun Final-Tickets an westeuropäische Reiter:innen vergeben.
Die nächste Etappe kommt bestimmt, nämlich am 14. und 15. Februar in Neumünster (GER)!
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