Wie man aus der Not eine Tugend macht: Renntag 6 in Hamburg-Horn

Dem tiefen Boden waren etliche Nichtstarter geschuldet, aber die beiden Rennen mit der attraktiven Viererwette kamen nicht unter zwölf Starter, so dass ein viertes Platzgeld gezahlt werden konnte.

Im ersten Rennen des Tages, einem Rennen für zweijährige Pferde, waren sechs Starter, von denen drei als Nichtstarter gemeldet wurden. Für Alexander Pietsch war es der Auftakt zu drei Tagessiegen. Für seinen „Chef“ Trainer Jens Hirschberger erzielte er mit Bariton seinen ersten Tagestreffer. Mit Edelstein für Trainerin Olga Laznovska galoppierte er erneut zum Sieg. Treffer Nummer drei erzielte der gebürtige Dresdner im 9. Rennen mit Downtown. Dabei warf der vierjährige Adlerflug-Sohn seinen Jockey im Führring sogar noch ab.

Jozef Bojko hat mit seiner bescheidenen Art und feinen Reitweise eine beständige Fangemeinde und mit Dashings Diamond konnte er für Trainer Frank Fuhrmann, der bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt seine Pferde trainiert, das 4. Rennen gewinnen.
In der Erfolgsspur an diesem Renntag lag ebenfalls Filip Minarik. Mit Ever Strong sorgte er im 5. Rennen für einen Favoritensieg trotz des tiefen Bodens. Im 10. Rennen konnte Filip Minarik mit der Außenseiterin Tigerin seinen zweiten Tagessieg verbuchen.
Zwei Tagessiege gingen auch auf das Konto von Alexander Weis. Im 6. Rennen gewann er mit Cindaralla und mit Evario im 11. Rennen.

Einer freute sich an diesem Tag riesig: Jockey Andreas Helfenbein. Das Hauptrennen des Tages, der Hamburger Stuten-Preis, einem Gruppe III Rennen und dotiert mit 55.000 Euro, konnte er mit Near England für Trainer Markus Klug klar machen.
Demnächst feiert der Ausnahmejockey seinen 49. Geburtstag.
Esther R. Weißmeier ist derzeit die erfolgreichste Amazone im Amateurrennsport. Das sollte sich mit dem Sieg von Germanwings im 8. Rennen ändern. Denn mit dem Sieg der dreijährigen Fuchsstute konnte sich die Esther R. Weißmeier aus dieser Klasse verabschieden, denn es war ihr 50. Sieg und ab sofort ist sie Jockey und verabschiedet sich damit aus der Amateurklasse.
Es war, trotz der für die Pferde ungewohnten Bodenverhältnisse, ein Renntag, den man ganz sicher nicht so schnell vergisst. Vor allem die Quote der Viererwette im 9. Rennen: 275.028 Euro.
Am Sonntag ist das Deutsche Derby eine völlig offene Angelegenheit. Das Pferd, der den schweren Boden verträgt, wird die Nase vorn haben. 19 Starter – 19 Möglichkeiten.
Hauptsache, alle kommen aus dem hoch dotierten Rennen ohne Blessuren über die Ziellinie.
Weiterführender Link: www.galopp-hamburg.de
Text © Nadja N. Naumann für EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net