Schwarzer Tag im Rennsport: 3 tote Pferde in Kempton Park
Rennpferde – Der britische Galopprennsport erlebte am 10. Jänner 2026 einen rabenschwarzen Tag: Beim Galopprennen im Kempton Park sind gleich drei Pferde in separaten Zwischenfällen tödlich verletzt worden. Die Ereignisse werfen erneut Fragen rund um Sicherheit und Pferdewohl im Rennsport auf – und sorgen für große Betroffenheit in der internationalen Szene.
Besonders erschütternd war der Tod von Kalif Du Berlais, einem sechsjährigen Wallach, der im Rennen zu Fall kam und konnte trotz sofortiger Versorgung nicht gerettet werden. Trainer Paul Nicholls sprach anschließend von einem „schmerzhaften Tag“ für den Sport und die Beteiligten.
Ebenfalls tödlich verletzt wurde Wertpol, ein Pferd aus dem Stall von Harry Derham. Wertpol stürzte laut Berichten am letzten Sprung in einem Hürdenrennen schwer, als er in aussichtsreicher Position unterwegs war. Auch hier war das Veterinärteam unmittelbar vor Ort, doch die Verletzungen waren so gravierend, dass das Pferd eingeschläfert werden musste.
Peso: Dritter tödlicher Vorfall am selben Tag
Der dritte Todesfall betraf das Pferd Peso, welches ebenfalls im Laufe des Tages in Kempton Park tödliche Verletzungen erlitt. Über die genaue Rennsituation wird in den Berichten weniger detailliert berichtet als bei Kalif Du Berlais und Wertpol – fest steht jedoch, dass es sich um einen weiteren separaten Zwischenfall handelte und auch Peso nach der veterinärmedizinischen Erstversorgung nicht gerettet werden konnte.
BHA kündigt Analyse an: „Kein gemeinsamer Faktor erkennbar“
Die British Horseracing Authority (BHA) erklärte nach dem Meeting, dass jeder einzelne Vorfall im Rahmen des Fatality Review Process umfassend aufgearbeitet wird. Dieser Prozess umfasst eine detaillierte Analyse der Umstände, in Zusammenarbeit mit Veterinär:innen, Rennbahn-Team und Beteiligten. Laut BHA gebe es aktuell keinen Hinweis auf einen gemeinsamen Faktor, da die Verletzungen unterschiedlich und unter verschiedenen Umständen entstanden seien.
Ein Tag, der Fragen nach Sicherheit und Pferdewohl erneut verstärkt
Drei Todesfälle an einem Renntag sind auch in einem risikobehafteten Sport wie dem Galopprennsport ein schwerer Einschnitt. Die Ereignisse von Kempton Park werden nun nicht nur in Großbritannien, sondern auch international diskutiert – insbesondere mit Blick auf Sicherheitsmaßnahmen, Strecken- und Rennbedingungen sowie die Belastungen im Spitzenrennsport.
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Weiterführende Links:
>> The Guardian: ‘An utterly miserable day’: Kempton Park meeting marred by death of three horses
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