Pratoni: Deutschland übernimmt die Führung, Österreichs Team out, Lea Siegl auf Rang...

CH-M-C Pratoni del Vivaro (ITA) | Vielseitigkeit | News

Pratoni: Deutschland übernimmt die Führung, Österreichs Team out, Lea Siegl auf Rang 22

Vielseitigkeit – Heute waren Nerven aus Stahl gefragt! Aus österreichischer Sicht war der Geländetag in Pratoni (ITA) durchwachsen: Ausfall von Katrin Khoddam-Hazrati (ST), Verweigerung am letzten Sprung nach einer genialen Runde von Harald Ambros (OÖ) und eine fehlerfreie Leistung auf Rang 22 von Lea Siegl (OÖ) zum Abschluss. Deutschland übernimmt neben Michael Jungs (GER) Einzelführung auch den Lead in der Teamwertung.

Lea Siegl (OÖ) und DSP Fighting Line zeigten am Geländetag der Vielseitigkeits-WM eine Spitzenleistung: Ohne Hindernisfehler und nur elf Sekunden über der Zeit galoppierten die Beiden über die Ziellinie. © Shannon Brinkmann
Lea Siegl (OÖ) und DSP Fighting Line zeigten am Geländetag der Vielseitigkeits-WM eine Spitzenleistung: Ohne Hindernisfehler und nur elf Sekunden über der Zeit galoppierten die Beiden über die Ziellinie. © Shannon Brinkmann

Das Gelände der Vielseitigkeits-WM präsentierte sich sehr technisch und durchaus anspruchsvoll mit vielen Alternativen, schmalen Sprüngen und Kombinationen. Insgesamt 49 der 88 Reiter:innen, die im Gelände an den Start gingen, konnten dieses auch ohne Stopp beenden. Nur elf (!) Pferd-Reiter-Paaren gelang es auch die Strecke in der erlaubten Zeit von 9:50 Minuten zu absolvieren.

Aus für das österreichische Team
Die österreichische Mannschaft ist leider bei dieser WM nicht mehr im Rennen. Katrin Khoddam-Hazrati (ST), die mit ihrer Trakehner Stute Oklahoma als erstes rot-weiß-rotes Duo ins Gelände startete, hatte an Element 16B und am vorletzten Hinderniskomplex drei Vorbeiläufer bzw. Verweigerungen und so war ihr Ritt kurz vor der Ziellinie vorbei. Die 1000 Minuspunkte, die für das Ausscheiden eines Reiters zum Ergebnis hinzu addiert werden, machen es unmöglich, dass ein Team ohne Streichergebnis noch konkurrenzfähig ist.

Für Katrin Khoddam-Hazrati (ST) und ihre Trakehner Stute Oklahoma lief der Cross-Country-Tag leider nicht nach Wunsch: Nach drei Vorbeiläufern war für das Duo leider kurz vor der Ziellinie Schluss. © Shannon Brinkmann
Für Katrin Khoddam-Hazrati (ST) und ihre Trakehner Stute Oklahoma lief der Cross-Country-Tag leider nicht nach Wunsch: Nach drei Vorbeiläufern war für das Duo kurz vor der Ziellinie Schluss. © Shannon Brinkmann

An der Spitze der Teamwertung gab es einen Führungswechsel: Die nach der Dressur noch führenden Briten fielen auf den dritten Zwischenrang zurück (80,9 Fehlerpunkte). Die Equipe aus Deutschland konnte sich, nach sensationellen Ritten von Michi Jung (GER), Julia Krajwski (GER) und Sandra Auffahrt (GER), die alle innerhalb der erlaubten Zeit blieben, auf Goldkurs bringen (76,1 Minusunkte). An zweiter Stelle liegen nach zwei von drei Teilbewerben die USA mit 77,4 Minuspunkten.

Michi Jung unschlagbar?!
In der Einzelwertung liegt auch nach dem zweiten Teilbewerb Michi Jung mit seinem fischerChipmunk FRH weiterhin in Führung. Die beiden zeigten ihr Können und so galoppierten sie ohne Hindernis- und Zeitfehler ins Ziel (18,8 Minuspunkte). Laura Collett (GBR), die nach der Dressur noch an zweiter Stelle rangierte, musste bei Hindernis 7C, einem schmalen Bergabelement, 20 Punkte für einen Vorbeiläufer hinnehmen und rutschte auf Zwischenrang 48 zurück. Auf den Plätzen zwei und drei sind derzeit die britische Einzelreiterin Yasmin Ingham (GBR) und Tamra Smith (USA) zu finden.

Michael Jung und fischerChipmunk FRH blieben heute im Gelände fehlerfrei und innerhalb der erlaubten Zeit - morgen im Parcours wird es nochmals spannend. © Shannon Brinkmann
Michael Jung und fischerChipmunk FRH blieben heute im Gelände fehlerfrei und innerhalb der erlaubten Zeit – morgen im Parcours wird es nochmals spannend. © Shannon Brinkmann

Harald Ambros (OÖ), der als zweiter rot-weiß-roter Reiter ins Gelände startete, war bis zum letzten Hindernis fehlerfrei und schnell unterwegs. Bei Sprung 30 gab es dann eine kleine Unsicherheit und der zwölfjährige Hannoveraner Wallach Mountbatton stoppte, wodurch leider 20 Punkte für eine Verweigerung und etliche für Zeitüberschreitung zum Dressurergebnis der beiden hinzukamen.

Pech für Harald Ambros (OÖ): Nach einem super Ritt verweigerte Mountbatton ausgerechnet am aller letzten Sprung. © Shannon Brinkmann
Pech für Harald Ambros (OÖ): Nach einem super Ritt verweigerte Mountbatton ausgerechnet am aller letzten Sprung. © Shannon Brinkmann

Die dritte Reiterin im Bunde, Lea Siegl (OÖ), pilotierte ihren DSP Fighting Line sensationell und selbstverständlich über den Kurs. Am Ende war das Duo nur elf Sekunden über der erlaubten Zeit, was umgerechnet 4,4 Fehlerpunkte sind- derzeit Platz 22 (33,8 Minuspunkte).

Im Gespräch mit EQWO.net zeigte sich die junge Oberösterreicherin höchst zufrieden:
„Fighty war vom ersten Moment an konzentriert und motiviert, hat Gas gegeben und gezogen und alle Aufgaben super angenommen. Es war alles super zu reiten und ich hab richtig Spaß gehabt und Fighty glaube ich auch.“

Die Zeit fest im Blick: Fast hätten Lea Siegl (OÖ) und ihr "Fighty" die erlaubte Zeit im heutigen Gelände geknackt. © Shannon Brinkmann
Die Zeit fest im Blick: Fast hätten Lea Siegl (OÖ) und ihr „Fighty“ die erlaubte Zeit im heutigen Gelände geknackt. © Shannon Brinkmann

Im abschließenden Springen dürfte es nochmal spannend werden: Die besten acht Reiter:innen nach Dressur und Gelände liegen innerhalb von acht Fehlerpunkten als gerade mal zwei Abwürfen. Das Springen der Teamwertung ist für Sonntag (18.9.) ab 11:30 Uhr angesetzt, die besten 25 der Einzelwertung kämpfen ab 14:30 Uhr um die Medaillen.

Weiterführende Links:
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