Paralympics Tag 1: Pepo Puch holt Silber, Brugger und Strobl nicht im...

Paralympics 2020 Tokio (JPN)

Paralympics Tag 1: Pepo Puch holt Silber, Brugger und Strobl nicht im Finale – News von Julia Sciancalepore

Paradressur – Super Start für Österreichs Paradressurreiter Pepo Puch trotz Schreckmoment! Der Paralympics-Sieger von Rio 2016 sicherte sich auf seinem 13-jährigen Hannoveranerwallach Sailor’s Blue mit 73,441% Silber im Einzelbewerb bei den Paralympischen Spielen in Tokio. Valentina Strobl und Bernd Brugger platzierten sich im ersten Bewerb beide jeweils auf Rang elf und verpassten damit das Kürfinale. Grad I-Reiterin Julia Sciancalepore ist morgen an der Reihe!

Toller Start für Pepo Puch (ST) und Sailor's Blue bei den paralympischen Spielen in Tokio: die beiden scoren >73% und holen Silber im Einzelbewerb. © ÖPC/GEPA Pictures
Die erste paralympische Medaille für Österreich sicherte sich der Steirer Pepo Puch in der Paradressur in Tokio! © ÖPC/GEPA Pictures

Nach einer Schrecksekunde gleich zu Beginn der Prüfung, als Sailor’s Blue sich vor einer Kamera erschrak und weggaloppierte, konnte der neunfache Europameister Pepo Puch (ST) seine ganze Erfahrung und Souveränität ausspielen und ritt noch zu 73,441% und Silber im Einzelbewerb der paralympischen Spiele.

„Ich habe gespürt, dass irgendetwas nicht stimmt, da ist er schon weggesprungen und losgaloppiert“, erzählte der Steirer direkt nach seinem Grad II-Ritt, „wir haben aber zum Glück sofort wieder eine Verbindung gefunden und ich konnte ihn erfolgreich beruhigen.“

Silber trotz Schreckmoment für Pepo Puch (ST) und Sailor's Blue bei den Paralympics in Tokio. Der Hannoveraner-Wallach erschreckt sich und galoppierte kurz weg! © ÖPC/GEPA Pictures
Silber trotz Schreckmoment für Pepo Puch (ST) und Sailor’s Blue bei den Paralympics in Tokio. Der Hannoveraner-Wallach erschreckt sich und galoppierte kurz weg! © ÖPC/GEPA Pictures

Sogar so erfolgreich beruhigen, dass eine Feuerwehrsirene dem 13-jährigen Hannoveranerwallach v. Swarovski nichts ausmachte!

Nach dem Ritt zweifelte Österreichs erfolgreichster Paradressurreiter noch an der Qualifikation für die Musikkür der besten acht – ein Zeichen, dass da für die Freestyle noch einiges drin ist: „Als ich vom Pferd gestiegen bin, hatte ich das Gefühl, dass ich froh sein muss, wenn es für die Kür reicht. Dass es dann so ausgeht, ist natürlich wunderbar. Ich freue mich, dass es mit der Medaille geklappt hat“, jubelte Pepo Puch schließlich über seine fünfte paralympische Medaille.

Toller Start für Pepo Puch (ST) und Sailor's Blue bei den paralympischen Spielen in Tokio: die beiden scoren >73% und holen Silber im Einzelbewerb. © ÖPC/GEPA Pictures
Toller Start für Pepo Puch (ST) und Sailor’s Blue bei den paralympischen Spielen in Tokio: die beiden scoren >73% und holen Silber im Einzelbewerb. © ÖPC/GEPA Pictures

Am Ende musste er sich nur dem Medaillengewinner Lee Pearson (GBR) auf Breezer mit 76,265 % geschlagen geben.

Die fünfte Paralympics-Medaille für Pepo Puch (ST): Silber mit seinem Sailor's Blue in Tokio. © ÖPC/GEPA Pictures
Die fünfte Paralympics-Medaille für Pepo Puch (ST): Silber mit seinem Sailor’s Blue in Tokio. © ÖPC/GEPA Pictures

In Grad IV und V
starteten Bernd Brugger (NÖ) auf dem 16-jährigen hannoveranisch gezogenen Bellisimo M-Sohn Bellagio und Valentina Strobl (T) mit dem elfjährigen Hannoveranerwallach Bequia Simba v. Bequia für Österreich. Bernd Brugger zeigte eine schöne Runde, die Note von  66,903% und Rang elf ist schade – nur 2,877 Prozentpunkte fehlten dem Niederösterreicher auf die Qualifikation für das Finale.

„Ich bin deswegen zufrieden, weil Bellagio gut durchgegangen ist und keine großen Fehler oder Aussetzer hatte. Aber die Atmosphäre in der Arena hat ihn doch etwas überwältigt“, so der 41-Jährige, der bereits beim Warm-Up merkte, dass die Aufregung bei seinem Sportpartner doch etwas größer war, als bei anderen Turnieren.

Mit 66% und Rang 11 schafften es Bernd Brugger (NÖ) und Bellagio knapp nicht ins Einzelfinale der Paralympics in Tokio. © ÖPC/GEPA Pictures
Mit 66% und Rang 11 schafften es Bernd Brugger (NÖ) und Bellagio knapp nicht ins Einzelfinale der Paralympics in Tokio. © ÖPC/GEPA Pictures

Als Schlussreiterin des heutigen ersten Tages ritt Valentina Strobl (T) auf ihrem Bequia Simba zu 64,619% und ebenfalls auf Rang elf. Das Paar zeigte eine tolle Galopptour in der beeindruckenden Atmosphäre, sowie Höhepunkte in den Traversalen, leider gab es jedoch Unsicherheiten bei den Trabübergängen rund um die Schrittpirouetten und die beiden verfehlten ihren Highscore von über 70% im Einzelbewerb deutlich.

Trotz kleiner Unstimmigkeiten bei den Paralympics in Tokio freut sich Valentina Strobl (T) über die Leistung ihres Bequia Simba. © ÖPC/GEPA Pictures
Trotz kleiner Unstimmigkeiten bei den Paralympics in Tokio freut sich Valentina Strobl (T) über die Leistung ihres Bequia Simba. © ÖPC/GEPA Pictures

In den Startlöchern für morgen
stehen die Kärntnerin Julia Sciancalepore (K) und der achtjährige Heinrich IV aka „Heini“! Julia blickt dem ersten paralympischen Bewerb sehr positiv entgegen, denn die Vorbereitungen liefen top:

„Ich kann immer zu meinen Wettbewerbszeiten trainieren, das ist eine tolle Übung. Es ist zwar sehr heiß, aber die Stallungen sind gut gekühlt und wir haben ein gutes Management. Zum Beispiel duschen wir die Pferde schon vor dem Reiten ab, damit eine gewissen Grundkühlung vorhanden ist, und statt ein bis zwei Stunden wird maximal eine halbe Stunde trainiert.“

 

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Quelle: Instagram/ juliasciancalepore

Morgen heißt es Mentaltraining und positive Spannung aufbauen: „Ich bin fast noch etwas zu entspannt, aber durch die Begleitung meines Teams heute bei den Ritten kann ich mich ein bisschen pushen und morgen haben wir vor dem Bewerb genug Zeit um auszuschlafen – was ich gar nicht gewöhnt bin! – und dann noch etwas Mentaltraining zu machen, damit ich auch psychisch voll bereit bin!“, erzählte Julia Sciancalepore im Gespräch mit EQWO.net.

Startzeit für das vierte rot-weiß-rote Paar ist morgen gegen 11:20 Uhr MEZ. Daumendrücken nicht vergessen!

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