Ladies Day in Hoppegarten
Pressemeldung – Zum 5. Renntag der Saison 2016 am 12. Juni gab es durch den Match Race Cup 12 tolle Rennen, die mir ausgesprochen viel Vergnügen bereiteten. Da lohnt sich ein Ausflug auf die Galopprenntag ins Grüne vor den Toren Berlins alle mal. Weniger vergnüglich war die Tatsache, dass die vier Rennen, in denen je zwei Pferde gegeneinander antraten, auf der Bahn selber nicht zu bewetten waren. „Wir wissen auch nicht, woran das liegt“, bekamen die wettfreudigen Besucher am Schalter zu hören und zogen mit langen Gesichtern von dannen. Das war mehr als bedauerlich, denn Christian Sundermann, Initiator des Match Race Cup, hat mit sehr viel Engagement diese Serie ins Leben gerufen und in der Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass man bei diesen Wetten nur gewinnen kann.

Seit dem 1. Januar diesen Jahres laufen die deutschen Wetten alle über den französischen Wettanbieter PMU und nach wie vor funktioniert das neue System nicht reibungslos. Der Renntag stand ganz im Zeichen Damen. Während bei den vierbeinigen Ladies im Diana-Trial, ein Gruppe II Rennen dotiert mit 70.000 Euro, die Beste zu ermitteln war,
konkurrierten die Damen um die schönste Hutkreation.
Die Bodenverhältnisse waren gut und es gab Überraschungssieger in fast jedem Rennen. Was den Renntag ebenfalls aufwertete war, dass Deutschlands erfolgreichste Trainer persönlich nach Hoppegarten gereist waren – allesamt im Anzug. Gut lachen hatte Trainer Roland Dzubasz, dem das Glück auf der Heimatbahn mehr als hold war. Im vierten Rennen ritt Alexander Pietsch Global Storm zum Sieg, doch es sollte noch besser kommen. Im Diana-Trial gingen zwölf dreijährige Stuten an den Start, darunter auch die von Dzubasz am Platz trainierte Meergörl. Die Adlerflug-Tochter holte sich mit Frederik Tylicki nach einem harten Kampf auf der Ziellinie gegen Pagella unter Alexander Pietsch den Sieg und war im Absattelring absolut gelassen und verschmähte sogar den vom Trainer gereichten Wassereimer. Mit dem Sieg knackte Dzubasz den Jackpot des Tages.

Einen Sieg mehr als Dzubasz konnte Uwe Stech, ebenfalls Trainer in Hoppegarten, verbuchen. Der wertvollste der drei Siege war im 3. Rennen. Der dreijährige Literato-Sohn Larry hat ein Problem mit dem Einrücken in die Startmaschine, was an diesem Sonntag klappte. Unter Michael Cadeddu siegte der dreijährige Hengst überlegen und hat sich eine Startberechtigung für das Deutsche Derby am 10. Juli 2016 in Hamburg-Horn gesichert. Besitzer Volker Franz Schleusner aus Dänschenburg in Mecklenburg-Vorpommern konnte sich über die Siege von Pasca Bella mit Filip Minarik und Apoleon unter Robin Weber freuen.
Der sechsjährige dunkelbraune Wallach Apoleon ist derzeit Deutschlands bester Halbblüter und äußerst ehrgeizig. Vor dem Rennen wippen bei jedem seiner Schritte die Ohren mit, was ziemlich witzig aussieht und man hat das Gefühl, als gehe er in Gedanken das Rennen schon vorher durch. Im Listenrennen in Magdeburg am 22. Mai hatte er keinen optimalen Rennverlauf vorgefunden. Den großzügigen Kurs von Hoppegarten weiß der Ogatonango-Sohn sehr wohl zu schätzen und für sich zu nutzen.

Das Nachsehen hatte der Dresdner Seriensieger Tim Rocco. Die Latte lag mit dem Start in dem Ausgleich I Rennen zwar höher, aber mit einem 7. Sieg in Folge klappte es nicht, da der Fuchswallach einen ungestörten Rennverlauf braucht, der hier nicht gegeben war. Gert Barsig, Ehemann von Trainerin Claudia Barsig, war mit dem 4. Platz des Doyen-Sohnes dennoch sehr zufrieden.
Peter Huber aus Österreich war mit Meadow Dew nach Hoppegarten gekommen und erlebte im 4. Rennen etwas, was ihm auch noch nicht passiert ist: einen Fehlstart. „Dewy“ gab zwar unter Michael Cadeddu sein bestes, aber auch er braucht einen möglichst ruhigen Rennverlauf. Am Ende kam der 5. Platz heraus, aber eigentlich hatte Peter Huber mit einer besseren Platzierung gerechnet. Demnächst soll „Dewy“ in München starten. Hals und Bein!
Ergebnisse:
1. Nightflower-Rennen, Siegerin im Diana-Trial 2015
1. Run On Fire (IRE) – M. Seidl, P. Doering, U.Stech
2. Saluta, Sb. – R. Piechulek, J. Wernecke, R. Dzubasz
3. Nagreta – M. Pecheur, R. Paulich, D. Paulick
7 Starter, Nichtstarter: Fanny
2. Vanjura-Rennen, Siegerin im Diana-Trial 2010
Stutenrennen – Kategorie D – 2.000 Meter
1. Nazbanou (IRE) – D. Porcu, Stall Nizza, P. Schiergen
2. Oriental Cat – B. Ganbat, Th. Gering, R. Dzubasz
3. Tresoli – R. Weber, Rennstall Villa Alida, R. Dzubasz
10 Starter, Nichtstarter: I love you
3. Sport gegen Gewalt e.V.-Rennen
Kategorie D 2.200 Meter
1. Larry (FR) – M. Cadeddu, Frau K. Brieskorn, U. Stech
2. Draconis – A. Pietsch, Rennstall Labinsky, R. Dzubasz
3. Topography (IRE) – E. Pedroza, Stiftung Gestüt Fährhof u. Sir A. Ferguson, A. Wöhler
8 Starter
4. Berlin Partner-Rennen, mit Viererwette
Ausgleich IV – Kategorie F – 1.600 Meter
1. Pasca Bella (GB) – F. Minarik, V.F. Schleusner, Frau A. Schleusner-Fruhriep
2. Flying Prince, Skl. – R. Weber
3. Praise (IRE) – D. Porcu, Stall Royal Blue, F. Fuhrmann
4. Kalypso King – St. Hellyn, G. Winkler, H. Franke
13 Starter
5. pferdewetten.de-Match Race Cup – 1. Viertelfinal-Lauf
1.200 Meter (Gerade Bahn)
1. Jackobo (IRE) – E. Pedroza, Frau K. Brieskorn, U.Stech
2. Beau Reve, Sb. – A. de Vries, Kl. Lampe-Dreyer, H.-J. Gröschel
6. pferdewetten.de-Match Race Cup – 2. Viertelfinal-Lauf
1.200 Meter (Gerade Bahn)
1. Volverino – D. Porcu, Rennstall Germanius, Frau E. Fabianova
2. Takeda Shingen (USA), Skl. – A. Helfenbein, Stall Tudors, Frau O. Laznovska
7. Howden Canienberg-Rennen
Ausgleich I – Kategorie B – 2.400 Meter
1. Apoleon (H) – R. Weber, V.F. Schleusner, Frau A. Schleusner-Fruhriep
2. Fair Trade – A. de Vries, P. Gollmann, H.-J. Gröschel
3. Jungleboogie – R. Piechulek, Stall Nizza, Ch. Freiherr v.d. Recke
9 Starter
8. Longina-Rennen, Siegerin im Diana-Trial 2014, mit Viererwette
Ausgleich III – Kategorie D – 1.800 Meter
1. Global Storm – A. Pietsch, Gestüt Auenquelle, R. Dzubasz
2. Cash the Cheque – E. Pedroza, Stall El Questro, St. Richter
3. Andiamo – A. de Vries, Frau U. u. Th. Schlueter, H.-J. Gröschel
4. Mystical Wind (IRE) – F.F. Da Silva, H. Pohl, Frau J. Pohl
11 Starter, Nichtstarter: Brendan des Starts verwiesen
9. Diana-Trial
Gruppe II – Stutenrennen – Kategorie A – 2.000 Meter
1. Meergörl – F. Tylicki, Gestüt Görlsdorf, R. Dzubasz
2. Pagella – A. Pietsch, D. u. H.-P. Schön, J. Hirschberger
3. Kasalla – M. Seidl, Gestüt Röttgen, M. Klug
12 Starter, Nichtstarter: Olala
10. pferdewetten.de-Match Race Cup – 3. Viertelfinal-Lauf
1.200 Meter (Gerade Bahn)
1. Lord Roderick (IRE) – M. Seidl, Besitzertrainerin C. Fey (Frankreich)
2. Jasnin (FR) – F. Minarik, G.W. Schmitt, W. Hickst
11. pferdewetten.de-Match Race Cup – 4. Viertelfinal-Lauf
1.200 Meter (Gerade Bahn)
1. El Zagal, Sb. – F.F. Da Silva, M. Klöpper, Ch. Sprengel
2. Sol Y Vida, Sb. – B. Ganbat, S. Ociepka u.a., St. Richter
12. Ars Nova-Rennen, Siegerin im Diana-Trial 2013
Ausgleich II – Kategorie C – 1.600 Meter
1. Sun at Work – A. Helfenbein, Gestüt Aesculap, J.-P. Carvalho
2. Amalie – F. Tylicki, Gestüt Görlsdorf, R. Dzubasz
3. Miss Sommerroh (IRE) – M. Pecheur, R. Kopf, Ch. Sprengel
9 Starter, Nichtstarter: Words of Love
Nächste Renntage 2016:
24. Juli, Sommer-Renntag
13. August, Grand Prix Festival Meeting
14. August, Grand Prix Festival Meeting
3. September, Brandenburg-Tag
17. September, Oktoberfest-Renntag
3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit
Quelle: Pressemitteilung von Nadja N. Naumann für EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net