Gänsehautmoment beim 2. Renntag in Dresden

Galopprennbahn Dresden

Gänsehautmoment beim 2. Renntag in Dresden

NNN | Rennsport – Zum zweiten Renntag in diesem Jahr in Dresden, am 17. Juni 2017, gab es im vierten Rennen, einem Ausgleich IV der Kategorie F über 1.500 Metern einen Zieleinlauf, den man selten erlebt. Das Feld war bei elf Starter an der Spitze derart dicht, dass immer nur ein Hauch von Abstand zwischen den vorderen Platzierten war.

Glückliche Siegerin Amateurin Lilli-Marie Engels und Sha Gino im 4. Rennen. © NNN
Glückliche Siegerin Amateurin Lilli-Marie Engels und Sha Gino im 4. Rennen. © NNN

Es herrschte auf der Bahn Gänsehautstimmung und der Sieger wurde doppelt bejubelt, denn der wird von Guido Scholze in Dresden trainiert: Sha Gino. Unter der Amateurin Lilli-Marie Engels konnte der sechsjährige It´s Gino-Sohn sich vor der extrem speedstarken aus Halle/S. angereisten Stute Litonya unter Patrick Gibson knapp als Erster über die Ziellinie retten. Die vierjährige Eden Rock-Tochter ist nicht einfach im Umgang, aber ein tolles Rennpferd. Mit dem dritten Platz musste sich der von Marco Angermann in Leipzig trainierte sechsjährige Liverbird unter Alexander Pietsch, der als Favorit in das Rennen ging, begnügen. Die vierjährige Stute Kohana wurde beim Aufgalopp reiterlos. Jockey Tom Schurig und Kohana blieben unverletzt.

Scapina mit Andrasch Starke im Sattel holte sich das BBAG Auktionsrennen ausgesprochen souverän. © NNN
Scapina mit Andrasch Starke im Sattel holte sich das BBAG Auktionsrennen ausgesprochen souverän. © NNN
Ausgesprochen stark im Speed, aber nicht einfach zu händeln, Litonya unter Patrick Gibson auf dem Weg zum 4. Rennen. © NNN
Ausgesprochen stark im Speed, aber nicht einfach zu händeln, Litonya unter Patrick Gibson auf dem Weg zum 4. Rennen. © NNN

Hauptereignis des Tages und das wichtigste Rennen in der sächsischen Landeshauptstadt war das mit 52.000 Euro dotierte BBAG Auktionsrennen über 1.200 Metern. In dem siebenköpfigen Feld stach eine ganz klar hervor, die dreijährige Stute Scapina. Für den Ritt hatte der Kölner Trainer Henk Grewe Jockey Andrasch Starke verpflichten können. Ebenfalls blendend sah Stallgefährte Farshad mit Robin Weber im Sattel aus. Die Tai Chi-Tochter wurde ihrer Favoritenrolle voll gerecht. Auf Platz zwei kam die ebenfalls sehr gut herausgebrachte Stute Areia mit Maxim Pecheur durchs Ziel, die von Andreas Suborics in Köln im Training steht. Henk Grewe konnte sich dann noch über das dritte Platzgeld für Farshad freuen.

Jeder der sieben Teilnehmer erhielt ein Platzgeld, Verlierer gab es somit nicht. Der aus Kasachstan stammende Jockey Baurzhan Murzabayev konnte sich mit La Tanzania aus dem Hoppegartener Trainingsquartier von Eva Fabianova im ersten Rennen und die von Roland Dzubasz ebenfalls in Hoppegarten trainierte Fresanta im fünften Rennen über zwei Tagessiege freuen.

Fresanta ist eine Tochter von Santiago, der wegen einer schweren Krankheit Anfang des Jahres eingeschläfert werden musste. Die von Claudia Barsig selbst gezogene und höchst erfolgreiche dreijährige Stute Fashion Queen war ebenfalls eine Santiago-Tochter und erlitt vor wenigen Tagen im Training eine derart schwere Verletzung, dass sie aufgegeben werden musste. Die Besitzerin von Fresanta, Iris Hoffmann schenkte ihren Ehrenpreis Claudia Barsig – eine schöne Geste.

Sie mussten am 2. Renntag in Dresden nur still stehen, die schicken dicken Brauereipferde. © NNN
Sie mussten am 2. Renntag in Dresden nur still stehen, die schicken dicken Brauereipferde. © NNN

Die wunderbare Besitzerin Christine Gräfin von Kageneck reitet ihre beiden Pferden A Miracle und Loulou´s Jackpot bei Trainer Lutz Pyritz in Dresden selber. A Miracle sollte im zweiten Rennen an den Start gehen, aber da er nicht ganz fit war, entschloss sie sich, den Mamool-Sohn nicht laufen zu lassen. Am Ende ärgerte sie sich dann doch ein wenig, denn Sieger Oscar unter Daniele Porcu aus dem Trainingsquartier von Daniel Paulick aus dem Süden Brandenburgs hätte A Mircale locker geschlagen. Für den Dresdner Trainer Stefan Richter reichte es mit Cash the Cheque unter Eduardo Pedroza am Ende nur für Rang zwei und auf Platz drei galoppierte der von Angelika Glodde in Halle/S. trainierte Sheded unter Andrasch Starke. Der Rip Van Winkle-Sohn erwischte mit dem Einbiegen in die Zielgerade eine schlechte Position und saß kurz fest, was ihm am Ende den Sieg kostete.

Auch im dritten Rennen verfehlte der Richter Schützling Be My Star mit Bayarsaikhan Ganbat im Sattel knapp den Sieg. Hier hatte die am Platz von Claudia Barsig vorbereitete fünfjährige Stute Connected unter Michael Cadeddu die Nase vorn und sorgte für den zweiten Dresdner Sieg. Rang drei ging an Vanbijou und Bauyrzhan Murzabayev für Eva Fabianova.

Im siebten Rennen, einen Ausgleich I der Kategorie C über 1.900 Metern ging völlig überraschend an Doinyo und Rene Piechulek für den Hoppegartener Besitzertrainer Christian Zschache. Der sechsjährige Wallach stand 10 : 207 am Toto, das gab für die Wetter ein ordentliches Sieggeld. Platz zwei holte sich Itobo unter Michael Cadeddu für Hans-Jürgen Gröschel, der auf der Neuen Bult in Hannover zu hause ist. Und Loulou´s Jackpot kam unter Marc Lerner auf Rang drei. Christine Gräfin von Kageneck ist immer sehr bedacht darauf, dass die Peitsche nicht mehr als dreimal eingesetzt wird. Favorit Lagoas mit Eduardo Pedroza enttäuschte. Der von Andreas Wöhler in Gütersloh stehende Hengst hatte bisher eine tadellose Form.

Lagoas unter Eduardo Pedroza beim Aufgalopp zum siebenten Rennen. © NNN
Lagoas unter Eduardo Pedroza beim Aufgalopp zum siebenten Rennen. © NNN

Welan mit Stephen Hellyn aus dem Trainingsquartier von Hans-Albert Blume in Krefeld hier der Sieger im achten und letzten Rennen des Tages. Der aus München angereiste Favorit der Prüfung Dawn Ruler unter Rene Piechulek aus dem Stall von Michael Figg galoppierte auf Rang zwei und Roi du Soleil mit Bauyrzhan Murzabayev holte für den Trainer Roland Dzubasz den dritten Platz.

Weiterführende Link:
www.drv1890.de

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