Das WFFS-Gen ist weiter verbreitet, als man denkt!

Gesundheit und Medizin

Das WFFS-Gen ist weiter verbreitet, als man denkt!

CM | Gesundheit und Medizin – Das Warmblood Fragile Foal Syndrome (WFFS) ist derzeit in aller Munde. Immer mehr Hengststationen testen ihre Hengste auf das WFFS-Gen, so zum Beispiel das dänische Gestüt Blue Hors, das drei ihrer zehn Hengste als Träger des WFFS-Gens identifiziert hat und aus dem Deckeinsatz nahm. Auch die GLOCK-Hengste wurden bereits getestet, der positiv getestete Hengst GLOCK’s Total US darf nur mehr Stuten decken, die das Gen nicht tragen.

Nur ein Gentest kann Gewissheit bringen, ob ein Pferd Träger des WFFS-Syndroms ist. © Adobe Stock
Nur ein Gentest kann Gewissheit bringen, ob ein Pferd Träger des WFFS-Syndroms ist. © Adobe Stock

Was ist das Warmblood Fragile Foal Syndrom (WFFS)?
Das Warmblut-Fragiles-Fohlen-Syndrom wurde erstmals im Jahr 2012 dokumentiert. Betroffene Fohlen zeigen eine extreme Hautbrüchigkeit, resultierend aus einer deutlich verminderten Hautdicke. Wunden können allein schon aus dem normalen Kontakt mit der Umwelt entstehen. Da die Kollagenverbindung aufgrund einer Mutation des Gens Iysil hydroxylase fehlerhaft ist, besteht eine extrem schlechte Regenerationsfähigkeit der Haut. Die Fohlen haben keine Überlebenschance.

Wenn sowohl Hengst als auch die Stute Träger des Gens sind, besteht nur eine 25-prozentige Chance, ein gesundes Fohlen zu haben. Ist nur ein Elternteil Träger, steht die Chance für ein gesundes Fohlen 50:50. Ein Pferd, das das Gen in sich trägt, zeigt nicht unbedingt Symptome, kann das Gen aber weitervererben.

Aufklärung für Züchter
Ausgelöst wurde das Bewusstsein für das WFFS-Syndroms durch einen Züchter in den USA. Durch Anregung einer Pferdebesitzerin, deren Stute ein WFFS-Fohlen geboren hatte, wurden die Hengste der Zuchtstation Hilltop Farms getestet. Veröffentlicht wurde das positive Ergebnis eines Hengstes: Sternlicht von Soliman de Hus x Rascalino. Sternlicht startet auf St. Georgs-Niveau in den USA und ist ein Hengst mit auch in Europa gängiger Abstammung. Die Station berichtet, dass bis dato kein WFFS-Fohlen von diesem Hengst geboren wurde.

Testen hilft!
Es ist sinnvoll, Stuten und Hengste testen zu lassen, bevor man sie zur Zucht einsetzt!

Quelle: www.animalgenetis.us

Dieser Text wurde EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net verfasst und ist KEINE Pressemitteilung. Das Kopieren des Text- und Bildmaterials ist nicht gestattet.