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Startseite News Born Alone – was macht ihn so schnell?
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Born Alone – was macht ihn so schnell?

  • Okt. 9, 2015
Born Alone bei seinem Sieg mit Carsten Milek in der Racino Breeders Crown am 20. September 2015. © Eduard Risavy/www.pferderennfoto.at
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Trabrennzucht_neuÖsterreichs heuriger Derby-Jahrgang ist ein guter und auch recht dichter, allerdings litt das „Blaue Band” rückblickend unter der Absenz zweier Pferde, Othello Victory und Born Alone. Ersterer war nach den gezeigten Leistungen klarer Derby-Vorausfavorit, zollte jedoch seiner übermäßigen „Hengstigkeit” Tribut und eliminerte sich selbst für gut ein halbes Jahr, bevor er im Waldbaur-Memorial am 11. Oktober wieder auf den Plan tritt. Born Alone hingegen war bis vor kurzem eher der erweiterten Jahrgangsspitze zugerechnet, er wurde dreijährig bis in den Dezember hinein gestartet. Zuvor hatte Born Alone im September im Frank Stronach Derby als 343:10-Außenseiter als Zweiter zu Othello Victory überrascht, wobei er im Magna Racino allerdings in diesem 40.000 Euro-Rennen noch auf der Suche nach der reinen Trabaktion war …

Born Alone bei seinem Sieg mit Carsten Milek in der Racino Breeders Crown am 20. September 2015. © Eduard Risavy/www.pferderennfoto.at
Born Alone bei seinem Sieg mit Carsten Milek in der Racino Breeders Crown am 20. September 2015. © Eduard Risavy/www.pferderennfoto.at

Zum Derby war er nicht fit, scheint nun allerdings diese Pause für einen starken Leistungssprung genützt zu haben. Ein absolutes Ausrufezeichen setzte der Wallach dann heuer in Baden, als er die Derby-Revanche St. Leger in überlegenem Stil vor der Derby-Dritten bzw. Stuten-Derby-Siegerin Natalie Go für sich entschied. Die leistungsmäßig absolute Krönung war allerdings sein Sieg in der Racino Breeders Crown am 20. September um 20.000 Euro, da gewann der fast immer von Carsten Milek gesteuerte November-Spross (der zeichnende Trainer Johann Lichtenwörther hatte in den großen Zuchtrennen stets Mentor Venus zu fahren) nach Belieben, zermürbte dabei in der Todesspur die vom Fleck weg führende Lady Ford. Am Toto war der Wallach heftig eingesetzt, es gab bloß 20:10 auf Sieg.

Somit stellt sich die Frage, welche Abstammung dieses Pferd so schnell macht. Beginnen wir mit dem Vaterpferd, dem im Jahr 2000 geborenen, in Deutschland gezogenen November (Buvetier d´Aunou – Scotch Velvet – Native Starlight). Dieser wurde von der Familie Badura angekauft, nach Beendigung seiner Rennkarriere von Oliver Badura vermarktet, u.a. auf der Website Deckhengst November. Mit ganz kleinen Jahrgängen begann der über seinen Vater rund 20% Franzosenblut besitzende November die Karriere im Gestüt fulminant, stammte doch gleich aus dem ersten Jahrgang (2007) der österreichische Derbysieger Kaka, der später auch in Schweden bei Stig H Johansson ausgezeichnete Leistungen erbrachte und bei einem Rekord von 1:10,6 über 210.000 Euro gewann, womit er nach Striking Actions sowohl der zweitschnellste als auch zweitgewinnreichste Traber (gleichauf mit Arnie’s Mind) Österreichs ist. Weiter ging es bei November mit Zuchtrennsiegern wie Seyffenstein oder Royal Jet (Jahrgang 2009), bevor 2011 Born Alone auf die Welt kam. Nachdem sich die Erfolge von November herumgesprochen hatten, konnte sich Badura über für österreichische Verhältnisse sehr starke Jahrgänge freuen, 2012 erblickten 15 sowie 2013 gar 27 kleine Novembers das Licht der Welt. Der passionierte Amateurfahrer konnte nunmehr auch deutsche, slowenische und ungarische Stuten für seinen Hengst gewinnen, 2014 und 2015 kamen jeweils etwa 10 Fohlen zur Welt (u.a. ein rechter Bruder zu Born Alone), bevor er November heuer eine Deckpause gönnte, die der Hengst auf einem Gestüt in Oberösterreich genoss. Born Alone, neben all den anderen erfolgreichen Nachkommen, scheint das Interesse für November wieder erweckt zu haben, nachdem zuletzt eine gewisse Sättigung erreicht schien. Badura erzählte uns, dass vor allem in der Sommersaison in Baden laufend Anfragen und Deckzusagen kamen, sodass er den Hengst, der ja aus einer großartigen Mutterlinie stammt (jene der Belle, die großen Erfolge dieser Linie hier) für 2016 wieder voll pushen wird. Eine Fixanmeldung für die nächste Saison ist übrigens Not Alone, die Mutter von Born Alone.

Born Along ist augenblicklich Österreichs bester Vertreter des Jahrgangs 2011 – sein Pedigree gibt Auskunft, warum dies so ist. © trabrennzucht.at
Born Along ist augenblicklich Österreichs bester Vertreter des Jahrgangs 2011 – sein Pedigree gibt Auskunft, warum dies so ist. © trabrennzucht.at

Womit wir einen perfekten Übergang zur Mutterlinie haben. Und diese ist neben dem gut gewählten Stallion wohl das Geheimnis des Erfolgs von Born Alone, vor allem aber auf den ersten Blick keineswegs ersichtlich. Die ersten vier Mütter im Pedigree sind österreichisch gezogen und konnten allesamt nur partielle Erfolge verzeichnen, wenngleich eine hohe Grundschnelligkeit der Nachkommen stets zu beobachten war. Die fünfte Mutter, Ebe, wurde aus Italien importiert, deren maternale Vorfahren gehen über die Italienerinnen Eure, Natascia, Fiasella, Nyriaka, Nyria, Pira und Pallade auf die 1916 geborene Amerikanerin Grace Sunshine zurück, die nach Italien exportiert wurde. Und hier spielt die Musik im Pedigree: Grace Sunshine geht auf die Liniengründerin Jessie Pepper (*1861) zurück, deren Linie nach internationalen Erfolgen als viertbeste weltweit gilt (Greatest Hits hier).

Somit war für Born Alone ein gutes Fundament gegeben, zudem liest sich das Pedigree sehr klassisch; ein Cross der Linie von Speedy Crown auf jene von Star’s Pride, dazu ein schönes 4×4-Linebreeding auf Speedy Crown.

www.trabrennzucht.at

Quelle: Pressemeldung

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