Was genau bedeutet ein Start bei den FEI World Championships für den...

FEI World Reining Championship Givrins (SUI)

Was genau bedeutet ein Start bei den FEI World Championships für den Reining Reiter Johannes Hasenauer?

CM – Die Vorstellung vom Leben eines Pferdetrainers ist eigentlich eine einfache: Reiten, Pferde ausbilden, Reitstunden geben und dann zu Shows fahren. Routine möchte man meinen? Der oberösterreichische Trainer Johannes „Hensn“ Hasenauer fand gegenüber EQWO.net klare Worte, was es für ihn beduetet, zu so einem großen Event wie den FEI World Reining Championships 2016 und die FEI European Reining Championships Young & Junior Riders 2016 (11.-13.08.) zu fahren.

Johannes "Hensn" Hasenauer und Smart Like Juice. © Johannes Hasenauern
Johannes „Hensn“ Hasenauer und Keen Little Juice. © Johannes Hasenauern

Ich werde mit dem siebenjährigen Quarter Horse Keen Little Juice, (Smart Like Juice x Keen Little Katie) nach Givrins fahren. Er wurde von Olga Hofmann (GER) gezüchtet und steht auch in ihrem Besitz. Ich kenne ihn erst relativ kurz, habe mich mit ihm zu Ostern in Kreuth auf unserer ersten gemeinsam Show mit einem Score von 213,5 für das Turnier in der Schweiz qualifiziert. In Wels bestritten wir unser zweites Turnier, wo wir in der NRHA Open Trophy mit einem halben Punkt Abstand hinter den Co-Champions Rang drei belegten (144,5).“

Jubu verbrachte das letzte Wochenende vor dem Turnier in der Schweiz in Wr.Neustadt. © Johannes Hasenauer
Jubu verbrachte das letzte Wochenende vor dem Turnier in der Schweiz in Wr.Neustadt. © Johannes Hasenauer

„Jubu“, wie Keen Little Juice liebevoll genannt wird, kam dieses Wochenende (05.08.-07.08.) mit zum CWN-A in Wiener Neustadt (NÖ). Hensn war dort mit dem Appaloosa Wallach Elvis Goes Hollywood am Start. Für Jubu wurde die Zeit in Wr.Neustadt genutzt, um ihn noch locker zu reiten, am Turnier gestartet wurde er nicht. Auf dem Heimweg nach Oberösterreich wird Jubu auf die K-Ranch von Sabine Lisec und Chuck Klipfel gebracht, von wo aus am Montag seine Reise in die Schweiz startet.

Hensn Hasenauer arbeitete jahrelang im Ausland. Ende 2005 verließt er seine Heimat Wendling (OÖ), um das Training von Reiningpferden von Grund auf bei erfahrenen Ausbildnern im Ausland zu erlernen. Dabei arbeitete er in renommierten Betrieben wie 4 You QH (GER), Roberta’s Stable/Claudio Risso (ITA) und im Stall von Todd Bergen (USA). Seit 2012 ist der junge Oberösterreicher wieder zurück in Österreich. Sein erklärtes Ziel ist die Etablierung in der nationalen und internationalen Reiningszene. Ein Start bei einem riesigen FEI-Turnier wie das in Givrins ist aber auch für einen Trainer wie Johannes etwas Besonderes: „Für mich sind so große FEI Turniere Neuland, insofern ist es vielleicht ganz gut, dass ich nur Reserverad für’s National Team bin. So habe ich für den Einzelbewerb nur den Druck, den ich mir selbst auferlege. Ich reite ein sehr manöverstarkes Pferd, das in allen Lektionen, vor allem aber in den Spins plussen kann. Natürlich wäre die Finalteilnahme ein Traum, aber die Konkurrenz wird extrem stark sein… sollte es dafür nicht reichen, möchte ich zumindest einen Ritt gezeigt haben, auf den ich, Olga und mein Team stolz sein können.“

„Es kommen die besten Pferde und Reiter jeder teilnehmenden Nation dort zusammen, um sich zu messen. Bei NRHA Turnieren kann man meist zwischen vielen Klassen und Levels wählen. Man startet in den für das jeweilige Pferd passenden Klassen. Hat man z. B. ein Pferd, das für eine Open Trophy nicht stark genug ist, kann man für die Novice Horse nennen. Bei den aged Events wie Futurities, Derbies oder Maturities wird in 4 Levels geritten, für die man, je nach Gewinnsumme des Reiters, nennen kann. Zudem gibt es Schulungsklassen, in denen man sein Pferd auch mal nur ruhig durchreitet oder etwaige Fehlerchen korrigieren kann. All das fällt bei diesem Event in der Schweiz weg. Also man reitet gegen die Besten und hat nur eine Chance!“

Für den Trainer gibt es in der Schweiz aber noch eine weitere Besonderheit: Zwei „seiner Mädls“ werden dort an den Start gehen. Corinna Trattler auf ihrem BMS Rambo Starlight für das Team der Young Riders und Celina Bachleitner auf Paintball Gun in der Klasse der Junior Riders. „Ich habe versucht, die beiden und ihre Pferde bestmöglich vorzubereiten und werde sie natürlich auch vor Ort betreuen.“

Keen Little Juice und Hensn sind erst seit kurzem ein Team. © Johannes Hasenauer
Keen Little Juice und Hensn sind erst seit kurzem ein Team. © Johannes Hasenauer

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EQWO.net wird live von den  FEI World Reining Championships 2016 und die FEI European Reining Championships Young & Junior Riders 2016 berichten!

Dieser Text wurde von EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net verfasst und ist KEINE Pressemitteilung. Das Kopieren des Text- und Bildmaterials ist nicht gestattet.