Skandal bei der Auktion „Pride of Poland'“

News aus der Welt

Skandal bei der Auktion „Pride of Poland'“

CM – Die preisgekrönte sechzehnjährige Araber-Stute sollte bei der jährlichen „Pride of Poland“ Auktion am 14. August versteigert werden. Die Schwedin Anette Mattsson, die seit 1982 aktiv in der Araberzucht tätig ist und seit 1991 Pferde mit polnischen Linien züchtet, bot 200.000 Euro für die Stute. Als die Gebote rapide nach oben schossen, hörte sie auf, mitzubieten, denn es kam ihr etwas komisch vor. Mit ihrem Verdacht, dass etwas nicht mit rechten Dingen zuging, war sie nicht allein.

Seit der Auktion von Emira entwickelte sich der Verkauf zum politischen Skandal, der den Ruf nach einem Ermittlungsverfahren laut werden ließ. Es ist nicht sicher, was wirklich passiert war, aber der Verdacht, daß gefälschte Gebote abgegeben wurden, schadete dem guten Ruf der polnischen Araberzucht.

Nachdem Mattsson mit ihren Geboten aufhörte, ging der Preis für Emira weiter in die Höhe und das Pferd erzielte anscheinend 550.000 Euro. Im Gegensatz zu den anderen Auktionen wurde kein Käufer bekannt gegeben. Am Ende der Auktion stand Emira wieder zum Kauf.

Mattsson sagte, dass sie nach der Versteigerung der Stute nochmals darauf angesprochen wurde, was sie denn zahlen würde. Daraufhin sagte sie: „Sie wurde ja schon verkauft.“ Trotzdem einigte sie sich mit dem polnischen Auktionär auf ein Gebot von 200.000 Euro, das später aber doch nicht angenommen wurde.

„Jetzt wird darüber gesprochen, dass polnische Auktionen nicht echt sind“, sagte George Zbyszewski, Manager der Hennessey Arabians in Ocala, Florida (USA). „Der gute Ruf wurde an einem Abend zerstört!“

Die sechzehnjährige Araberstute war der Superstar der Auktion. Nach dem Verkauf nannte der für die Auktion zuständige Staatsbeamte, Karol Tylenda, Emira eine „alte Stute“ und meinte, dass ihr Verkauf ein großes Glück war, da sie beim Abfohlen immer Probleme hat. Später entschuldigte er sich, nannte den Verkauf einen großen Erfolg und trat zurück.

Der Gestütsleiter Pietrzak schiebt die Schuld auf den amerikanischen Auktionator, der die Stute fälschlicherweise als verkauft deklariert haben soll. „Wir sind absolut unschuldig“, sagte er.

Quelle: www.foxnews.com / Übersetzung EQWO.net

Dieser Text wurde von EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net verfasst und ist KEINE Pressemitteilung. Das Kopieren des Text- und Bildmaterials ist nicht gestattet.