EM Vilamoura: Kein Top-25 Platz und ein Fazit

CH-EU-Y-S, CH-EU-J-S, CH-EU-Ch-S Vilamoura (POR) | Nachwuchs-Europameisterschaften Springen

EM Vilamoura: Kein Top-25 Platz und ein Fazit

Springreiten – Die Europameisterschaft der Children, Junioren und Young Rider 2021 in Vilamoura (POR) ist Geschichte und leider gab es wie erwartet insgesamt keine großartigen Erfolgsmeldungen zu berichten. Immerhin: Zum Abschluss erritt Elisabeth Knaus in der Farewellprüfung über 130 cm eine Platzierung, die österreichischen Children Marielle Rothenbücher und Sarah Vanessa Simek wurden im zweiten Teilbewerb, der über zwei Runden ging, mit 5 bzw. 6 Fehlerpunkten 2. und 3. Reserve. In der Mannschaftswertung belegte das rot-weiß-rote U16-Team Platz 16. Young Rider David Moser schied im dritten Parcours über 150 cm aus.

Cancun und Lisi Knaus bleiben über 140 cm fehlerfrei zum Auftakt in Vilamoura und rangieren aktuell auf Rang 38! © Gerhard Simek
Volle Kraft voraus! Im Farewell-Springen bei den Europameisterschaften der Junioren 2021 platzierte sich Elisabeth Knaus an neunter Stelle. © Gerhard Simek

23 Starter:innen traten am Samstag im „Farewell“-Springen der Junioren über 130 cm am Samstag (24.7.) an und unter ihnen auch Elisabeth Knaus (K). Die Kärntnerin dirigierte ihren neunjährigen Catoki-Sohn Cancun gut über die 10 Sprünge, blieb dabei ohne Abwurf und platzierte sich in 46,91 Sekunden an neunter Stelle. Im Gesamtklassement dieser Springreit-Junioren-Europameisterschaft rangierte Lisi an 36. Stelle von über 100 Teilnehmer:innen.

Children mit gemischten Gefühlen
Diese Nachwuchs-Europameisterschaft der Springreiter beendeten die österreichischen Children in der Einzelwertung auf den Rängen 40 (Marielle Rothenbücher), 60 (Sarah Vanessa Simek) und 83 (Julia Hantke). Die Vorarlbergerin Marielle Rothenbücher (V) zeigte dabei mit ihrer 14-jährigen Hannoveranerstute That’s Me (Tinka’s Boy x For Pleasure) gute Runden. Trotz der beiden Abwürfe im Laufe der drei Prüfungen wäre mit etwas mehr Speed für sie sogar noch mehr drin gewesen, doch mit den Zeitfehlern gab es dann leider doch keine Top-25 Platzierung.

Beste österreichische Reiterin in der Klasse der Children wurde Marielle Rothenbücher mit nur zwei Abwürfen und zwei Zeitfehlern in drei Springprüfungen. © Gerhard Simek
Beste österreichische Reiterin in der Klasse der Children wurde Marielle Rothenbücher mit nur zwei Abwürfen und zwei Zeitfehlern in drei Springprüfungen. © Gerhard Simek

Sarah Vanessa Simek (W) kam während des Bewerbes auf ihrer 15-jährigen bayrisch gezogenen Stute Valentine d’Arsouilles (Vigo d’Arsouilles x Florentijn) immer besser in Form. Nach dem ersten Bewerb mit zwölf Fehlerpunkten verbuchte die junge Wienerin im zweiten Teilbewerb jeweils einem Abwurf. Am Ende rangierte sie auf Rang 60 in dem 92-köpfigen Starterfeld.

Sarah Vanessa Simek beendete die Europameisterschaft der Children auf Rang 60. © Gerhard Simek
Sarah Vanessa Simek beendete die Europameisterschaft der Children auf Rang 60. © Gerhard Simek

Die Dritte im Bunde, Julia Hantke (K), entschied sich mit ihrem Trainerteam nach jeweils drei Abwürfen in den ersten beiden Springprüfungen, den dritten Parcours auszulassen. Sicherlich eine weise Entscheidung im Sinner der jungen Kärntnerin, die erst heuer in ihre erste internationale Saison gestartet ist und für die die Anforderungen bei der EM wohl doch noch etwas zu hoch gesteckt waren.

David Moser (OÖ) startete zwar mit einer fehlerfreien Runde in das Zeitspringen der Jungen Reiter über 140 cm, in den beiden weiteren 150 cm hohen Parcours fand sich der Oberösterreicher mit seiner 15-jährigen Holsteinerstute Chocolat Blanc v. Cartani jedoch nicht zurecht. Er verbuchte in der ersten Runde des 2. Teilbewerbs 17 Fehlerpunkte und schied in der zweiten Runde aus.

Neue Maßnahmen, Ideen und Umsetzungen müssen her
Die Hoffnungen des Sportdirektors Christian Steiner, dass eine(n) der beiden Einzelreiter:innen der Junioren und Young Rider einen Top-Ten Platz erreiten würde, ging damit nicht in Erfüllung. Auch von den Children schaffte es keine Österreicherin in das Finale.

Jetzt heißt es: analysieren und neue Maßnahmen setzen. Der österreichische Springsport muss von der Jugend aufwärts neu aufgebaut werden, damit auch in Zukunft bei Nachwuchs-Championaten konkurrenzfähige Team entsandt werden können. Vielleicht hört man auch auf erfahrene Springreiterväter wie Anton Martin Bauer oder Christian Juza, die ihre Töchter, trotzdem sie bereits hoch erfolgreich für Österreich reiten, bei dieser EM nicht reiten ließen, weil sie es als noch zu früh empfunden hatten.

Alle Ergebnisse gibt es hier: online.equipe.com

Weiterführende Links:
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Bisherige Berichterstattung:
>> EM Vilamoura: Children mit Fehlern, David Moser rutscht ab
>> EM in Vilamoura, Tag 1: David Moser und Lisi Knaus Null!

Dieser Text wurde von EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net verfasst. Das Kopieren des Text- und Bildmaterials ist nicht gestattet.