Das sagen die Reiter zur Olympia-Absage

Olympische Spiele Tokio (JPN)

Das sagen die Reiter zur Olympia-Absage

Olympische Spiele 2021 | Julia Rejlek, RMB – Viele Athleten hatten sich im vorhinein für eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio (JPN) ausgesprochen. Seit gestern (24.3.) ist es fix: die Sommerspiele werden auf 2021 verschoben. Was die Olympia-Kandidaten der Pferdewelt dazu sagen, haben wir für Euch zusammengefasst.

Florian Bacher schaffte mit seinem Fidertraum (Fidertanz x Rubinstein I) den Einzug in den Grand Prix Special der Europameisterschaften in Rotterdam 2019! © Petra Kerschbaum
Österreichs Olympia-Kandidaten sehen die Verschiebung der Olympischen Spiele ins Jahr 2021 als die richtige Entscheidung an! Auch wenn Florian Bachers (W) Fidertraum aktuell in der Form seines Lebens ist…  © Petra Kerschbaum

Welche drei Reiter für Österreich in der Dressur an den Start gegangen wären, wussten wir bis zum heutigen Zeitpunkt nicht. Jetzt kann diese Entscheidung ein Jahr warten. Einer der Kandidaten war Florian Bacher (W): „Schade, dass es dieses Jahr nicht geklappt hat, Fidertraum ist in der Form seines Lebens aber ich hoffe, wir bekommen die Chance nächstes Jahr!“ Auch wenn es traurig wäre, es war die richtige Entscheidung, so der ehemalige Bereiter der Spanischen Hofreitschule via Instagram.

Österreichs Para-Reiterin Julia Sciancalepore (K) sieht die Welt wie immer positiv und hofft auf Olympische Spiele in Tokio 2021 während der Kirschblüte 😀

Ingrid Klimke (GER) war mit drei Pferden in zwei Disziplinen (Dressur und Vielseitigkeit) im Olympiakader für die Sommerspiele 2020. Trotzdem zeigt sie sich erleichtert:

„Ich bin sehr erleichtert über die Entscheidung des IOC, Tokio auf den Sommer 2021 zu verschieben! Wir werden die nächsten 12 Monate intensiv trainieren mit dem Ziel #tokyo2021! Passt Alle auf Euch auf, damit wir die Pandemie schnell in den Griff bekommen!“

Auch Jessica von Bredow-Werndl (GER) freut sich über weitere Trainingszeit: „Es kann auch eine große Chance sein. Wissen, tue ich es erst im Herbst 2021…“, die junge Mutter wäre höchstwahrscheinlich mit ihrer Stute TSF Dalera BB für das deutschen Team an den Start gegangen.

 

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Und dann….. kommt alles anders. Als Profisportlerin wäre die Olympiade mein absolutes Saisonziel und -Highlight in 2020 gewesen. Jetzt ist erst mal Ruhe. Stillstand. Es geht um Wichtigeres Leben: unsere Gesundheit. Zeit, um sich und sein Tun zu reflektieren. Zeit für Solidarität. Und doch geht es immer weiter… Gerade jetzt in dieser Zeit ist es mir noch bewusster, wie dankbar ich bin, täglich das tun zu dürfen, was ich liebe: mit Pferden leben und arbeiten. Und daran ändert auch Olympia nichts. Ich blicke jetzt voll Hoffnung & auch Freude auf weitere 12 Monate Training. Es kann auch eine große Chance sein. Wissen, tue ich es erst im Herbst 2021… Passt auf euch auf! 🙏🏼 Eure Jessica And then … everything is different. As a professional athlete, the Olympics would have been my absolute season goal and highlight in 2020. Now there is peace. Standstill. There is something more important now: our health. Time to reflect on yourself and what you do. Time for solidarity. And yet it always goes on … At this time, I am even more aware of how grateful I am to be able to do what I love -every day: to live and work with horses. And Olympia doesn’t change that either. I now look full of hope to another 12 months of training. It can also be a great opportunity. I won’t know it until autumn 2021 … Take care of yourselves! 🙏🏼Jessica 📸 @photolomio #staystrong #stayhealthy #olympics

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Der gleichen Meinung ist auch eine weitere Team-Kandidatin unserer Lieblingsnachbarn: Dorothee Schneider (GER). Obwohl ihr sportlicher Partner Showtime FRH perfekt vorbereitet war, sei sie angesichts der Corona-Pandemie und der verbundenen Risiken über die Verschiebung sehr erleichtert, wie sie auf Facebook kommuniziert:

Dänemarks Medaillenhoffnung Cathrine Dufour (DEN) hatte hingegen auf eine Durchführung gehofft. Sie sei zwar enttäuscht, jedoch müssten wir angesichts der Corona-Krise gut aufeinander aufpassen.

Carl Hester (GBR) hatte zwar auch auf seine sechsten Olympischen Spiele im Jahr 2020 gehofft, findet die Entscheidung jedoch richtig, auch wenn es für alle Involvierten schwierig sei.

Der Spanier Severo Jurado Lopez (ESP) reitet beruflich für den Dänen Andreas Helgstrand, bei den Olympischen Spielen 2020 wollte er für sein Heimatland antreten. Auch wenn er traurig und ein wenig frustriert sei, „wir haben momentan größere Probleme“. Schließlich sei es das Ziel der Olympischen Spiele die Menschen weltweit zusammen zu bringen und den Sport zu feiern!

Dieser Text wurde von EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net verfasst und ist keine Pressemitteilung. Das Kopieren des Text- und Bildmaterials ist nicht gestattet.