Coronakrise: Diese Länder starten langsam mit dem Turnier-Betrieb

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Coronakrise: Diese Länder starten langsam mit dem Turnier-Betrieb

Pferdesport-News | Julia Rejlek – Nach den massiven Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie, welche sich auch im Pferdesport niederschlugen, fahren die ersten Länder langsam den Turnierbetrieb wieder hoch. Als Vorreiter startet Ungarn mit dem nationalen Turniersport, während Deutschland weiterhin auf Turniere für Berufsreiter und Pferdehändler setzt. Überall gibt es strenge Sicherheits- und Hygienemaßnahmen.

Ungarn startet als erstes europäisches Land wieder den nationalen Turnierbetrieb. Deutschland setzt hingegen auf Bewerbe für Berufsreiter. © Shutterstock / Asya Pozniak
Ungarn startet als erstes europäisches Land wieder den nationalen Turnierbetrieb. Deutschland setzt hingegen auf Bewerbe für Berufsreiter. © Shutterstock / Asya Pozniak

Während in Österreich aktuell vermehrt auf „Turniertrainings“ gesetzt wird, dürfen die Veranstalter anderer europäischer Länder bereits wieder erste Bewerbe durchführen. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Herangehensweisen und Konzepte.

22 Regeln für nationale Turniere in Ungarn
Die ungarische Reiterliche Vereinigung startet als erstes europäisches Land, welches von einem Corona-Lockdown betroffen war, mit dem nationalen Turnierbetrieb. Dazu gibt es ein spezielles Reglement für Hallen-Bewerbe, so heißt es auf eurodressage.com.

Insgesamt sind das 22 Maßnahmen, wobei auf folgende Punkte eingegangen wird: Es dürfen sich auf dem gesamten Gelände nur 500 Personen aufhalten, um die festgelegten 1,5m Abstand einhalten zu können. Außerdem wird auf Masken in geschlossenen Räumen gesetzt, wobei der jeweilige Veranstalter hier die Bedingungen strenger gestalten kann. Zuschauer sind nicht erlaubt, Gruppenbildung von mehr als drei Personen ist nicht zulässig. In den Sanitärräumen ist auf ausreichend Hygiene zu achten.

Grund für die raschen Lockerungen dürften die anstehenden Nachwuchs-Europameisterschaften im Juli und August sein. Außerdem stehen noch die FEI-Genehmigungen für den Dressur-Weltcup Ende August an.

Der ungarische Veranstalter Arie Yom-Tov (HUN) ist sich der Vorreiter-Rolle Ungarns sicher: „In vielerlei Hinsicht wird jeder kreativ sein, indem er versucht, Lösungen für die Qualifikationen und auch für andere Fragen zu finden. Ungarn ist das erste Land, das mit vollständigen Regelungen und Lösungen kam, um mit der Organisation nationaler Wettbewerbe zu beginnen. Ich bin sicher, wenn sich die Nachricht verbreitet, werden andere Länder Schritt für Schritt folgen“.

Deutschland hingegen setzt auf Turniere für Berufsreiter und Pferdehändler. Auch Dorothee Schneider (GER) und ihr Team sind übernächstes Wochenende erstmals wieder unterwegs, wie sie auf Instagram postet:

Deutschland mit Vorteilen für Berufsreiter
Nach einem ersten Geisterturnier in Luhmühlen, findet kommendes Wochenende ein „Late Entry“ in Mecklenburg-Vorpommern statt. Veranstalter ist Hamburger-Derby-Sieger Holger Wulschner (GER). Dieser „Test“ mit über 600 genannten Pferden, sei jedoch nur für „Berufsreiter und Ausbilder, die ihr Einkommen gewerbsmäßig erzielen durch Beritt von Pferden für Dritte, regelmäßigen Handel mit Pferden, Erteilen von Unterricht sowie Pferdewirtschaftsmeister klassische Reitausbildung, Pferdewirte klassische Reitausbildung sowie 20 Gastreiter“. Sollte die Veranstaltung erfolgreich sein, könnte Holger Wulschner sich auch Turniere für junge Reiter und Amateure vorstellen.

Das deutsche Pferdesport-Magazin St.Georg schreibt: erlaubt sei nur eine bedingte Anzahl von Personen auf dem Gelände, jeder Reiter darf nur einen Pfleger mitbringen, Zuschauer seien gar nicht erlaubt. Es würde keine Siegerehrungen geben. Außerdem gäbe es zwei Hygienebeauftragte, die überprüfen, dass sich alle an die Spielregeln halten. Die Meldestelle sei nur online oder per Telefon erreichbar, es würde kein Schmied vor Ort sein etc.

Dieser Text wurde von EQUESTRIAN WORLDWIDE – EQWO.net verfasst und ist keine Pressemitteilung. Das Kopieren des Text- und Bildmaterials ist nicht gestattet.